Täter aus Xantener Freizeitbad stammen aus dem Ruhrgebiet

Am Wochenende kehrte im Freizeitzentrum wieder der Alltag ein.
Am Wochenende kehrte im Freizeitzentrum wieder der Alltag ein.
Foto: WAZ FotoPool
Beim FZX kam es am Wochenende zu keinen weiteren Zwischenfällen. Der Staatsschutz ermittelt den Tathintergrund, drei Tatverdächtige wurden identifiziert.

Xanten.. Nach dem Sturm kehrte im Xantener Freizeitzentrum (FZX) schnell wieder die Ruhe ein. Nachdem am vergangenen Mittwoch eine Gruppe junger Männer im Alter von 20 bis 25 Jahren im Freizeitbad ihr Unwesen trieb und vor allem Gäste im FKK-Bereich des Strandes beleidigte, bedrohte und bespuckte, verliefen die nachfolgenden Tage und das Wochenende entspannt und ohne besondere Vorkommnisse. Das bestätigte jetzt Bad-Managerin Lisa-Marie Theunissen, die aus diesem Grund erst mal von weiteren Sicherheitsmaßnahmen absieht.

Die Entscheidung habe man gemeinsam mit den beiden Sicherheitsfirmen, mit denen man zusammenarbeite, getroffen. Das heißt jedoch nicht, dass man sich beim FZX keine Gedanken über die Vorfälle der letzten Woche macht, betonte Theunissen: „Sollte nochmal so etwas vorkommen, werden wir überlegen, weiteres Sicherheitspersonal einzustellen.“

Der Staatsschutz ermittelt

Darüber hinaus setzten sich die FZX-Verantwortlichen noch einmal mit allen Mitarbeitern zusammen und gingen die Arbeitsabläufe in solchen Situationen durch. „Unsere Mitarbeiter sind gut geschult und für solche Fälle sensibilisiert.“

Dass die anwesenden Badegäste mit der Reaktion des Freizeitzentrums zufrieden waren, zeigten auch die Besucherzahlen des zurückliegenden Wochenendes: „Sonntag waren die Besucher dem guten Wetter entsprechend da. “ Weitere Indizien für die richtige Reaktion seien nach Theunissen am Tattag schon die positiven Rückmeldungen der Gäste gewesen. „Darüber hinaus haben wir keine negativen Meldungen bekommen.“ Wie es mit den Tatverdächtigen weiter geht, entscheidet sich erst in den kommenden Wochen. Bis es neue Hinweise gibt, wird es seitens der Polizei vermutlich auch keine Informationen zum aktuellen Ermittlungsstand geben. Vielmehr verweist man bei der Kreispolizeibehörde Wesel auf den Staatsschutz.

Polizei nahm Personalien auf

Dieser wurde eingeschaltet, weil es sich nach Zeugenaussagen um eine religiös motivierte Tat handeln könnte. Die eigentlichen Tatbestände sind jedoch weiterhin sexuelle Beleidigung und Bedrohung. Wegen dieser beiden Tatvorwürfe würde jeweils eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe drohen.

Doch auch in Duisburg hält man sich weiter bedeckt. Klar sei jedoch laut Pressesprecherin Daniela Krasch, dass drei der Tatverdächtigen anhand des Videomaterials des FZX bestätigt werden konnten. Diese seien aus dem Ruhrgebiet und 20 bis 25 Jahre alt. Die Polizei hatte die Personalien der drei schon vorher aufgenommen, weil sie vor dem Vorfall bereits wegen Randale aufgefallen waren. „Die Ermittlungen dauern aber noch an, deswegen ist es jetzt noch zu früh, weitere Auskünfte zu geben. Zuerst einmal müssen jetzt die Zeugen befragt und die Aufzeichnungen weiter ausgewertet werden“, gab die Pressesprecherin zu verstehen. Um in den Ermittlungen weiterzukommen, bittet der Staatsschutz um weitere Zeugenaussagen.

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