Sommerurlaub in Rheinbergs bunter Idylle

Hans (77) und Alette Vester (75)
Hans (77) und Alette Vester (75)
Foto: NRZ
Alette Vester (75) wollte als junge Frau nie einen eigenen Garten haben. Jetzt verbringt sie sogar ihre Ferien umgeben von 30 blühenden Schmucklilien in ihrem grünen Paradies.

Rheinberg-Budberg..  Umgeben von 30 blühenden Schmucklilien, einem sprudelnden Brunnen und zurechtgestutzten Buchsbäumchen liegt Alette Vester in ihrem Garten auf der Liege und genießt die warmen Sonnenstrahlen. Das ist ihr Traum von einem Sommerurlaub. Deshalb fährt sie auch in diesem Jahr in den heißen Monaten gar nicht erst weg. Schließlich will sie sich an der Blütenpracht in ihrem Garten erfreuen und sich um die Blumen kümmern.

Seit 14 Jahren wohnen Alette und Hans Vester nun in Rheinberg-Budberg. Hier haben sie sich damals ein Häuschen gebaut, zogen aus Duisburg her. Den Garten legten sie selber an. „Als junge Frau wollt ich nie einen Garten haben“, gibt die 75-Jährige zu. Aber ein bisschen was zum draußen sitzen musste es dann schon sein. Heute dient ihr Gärtchen sogar als Urlaubsdomizil: „Morgens frühstücken wir vorne auf der Terrasse, hinten in der Sitzecke trinken wir nachmittags unseren Kaffee“, erklärt sie ihren Tagesrhythmus bei schönem Wetter. Zwischendurch erledigt das Paar dann noch die Gartenarbeit. Dabei herrscht die klassische Rollenverteilung: Er mäht den Rasen, sie kümmert sich um die Blumen und das Unkraut. „So viel Unkraut haben wir ja nicht“, erklärt Hans Vester erfreut. Seine Frau gibt ihm schmunzelnd einen Seitenhieb: „Ja, wenn man es nicht wegmachen würde, hätten wir schon welches.“

Nicht nur unkraut-, sondern auch maulwurffrei ist der Garten. Und das bereits seit zwei Jahren. „Als der Maulwurf das erste Mal kam, lag noch Schnee. Unter dem Weißen kamen immer mehr braune Erdhügel hervor“, erinnert sich Alette Vester an ihren ersten Schock. Rund 15 Hügel erhoben sich damals nach der Schneeschmelze im Rasen. Schnell kauften die Vesters Sensoren, die den Gräber vertreiben sollten. Aber daran störten sich nur die Nachbarn, nicht aber der Maulwurf. Nach zwei, drei Jahren hatte das Tierchen aber genug und verschwand einfach von alleine.

Heute hat das Rentnerpaar nur noch Probleme mit Schnecken. „Unsere Nachbarin sammelt sie alle nachts mit einer Taschenlampe ein, denn dann sind sie ja aktiv“, berichtet Alette Vester. Sie streut rigoros Schneckenkorn, damit die Kriechtiere nicht die Hortensien und Geranien verspeisen. In diesem Jahr hat sie allerdings noch keine Schnecken gesehen. „Bisher nur eine Schleimspur“, sagt sie und hofft auf die Entfaltung unangefressener Blumenprachten im Sommer.

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