Shoppen und Spaß haben

Foto: Christoph Karl Banski

Moers..  Gucken, bummeln, kaufen, Spaß haben: Tausende Besucher machten sich wieder schönen einen Sonntag in der Moerser City. Allerdings gab es anfangs gemischtes Wetter.

Reger Betrieb auch am Mittag in der Neustraße. Die paar Regentropfen? „Davon lässt sich doch keiner abhalten“, wusste Modeverkäuferin Gerlinde Böll vom „Stilecht“. Die Nachfrage war in Ordnung, auch wenn der Messpegel „Schlangenlänge am Eisstand Meerhoff“ noch im unteren Bereich war.

Schon ab 10 Uhr gab Günter Bongen am DRK-Café Wertmarken aus. Verkaufsschlager hier: „Currywurst, Kartoffelsuppe. Die Waffeln gehen natürlich am besten.“

Christine Reps, Inhaberin der „Villa Wölkchen“, und ihr Mann Achim hatten ebenfalls einen Stand an der Neustraße. Den Schritt „um die Ecke“ haben sie am Sonntag gern riskiert. „Wir können die Leute hier direkt ansprechen. Das Wetter muss man eben hinnehmen und trotzdem Spaß haben.“

Ein paar Hausnummern weiter geht eine Ära zu Ende: Handarbeiten Irene Scholten schließt am 31. Mai nach fast 50 Jahren. Mit 72 Jahren hat sich Irene Scholten zwar ihre Freizeit redlich verdient, aber: „Da hat man schon einen riesigen Kundenkreis. Und die sind jetzt natürlich untröstlich.“ Nach einem Umbau soll es hier aber weiterhin ein Handarbeitsgeschäft geben.

Am Neumarkt kommentierte Ferdis Drehorgelorchester das aktuelle Wetter. Drei große und zwei kleine Hofbauer-Orgeln schmetterten, digital synchronisiert, „Mamma Mia“ durch die Fußgängerzone. Da das Orchester 1989 in Moers gegründet wurde, feierten die fleißigen Drehorgler am Abend noch ein Jubiläum.

Auch Moerser Autohäuser beteiligten sich mit der Vorführung aktueller Modelle. So nahmen am Neumarkt Alana Schüssler und Anika Seefeldt, Auszubildende bei Minrath, Anmeldungen für Probefahrten entgegen: „Wir sind mit sieben Wagen hier. Vier kann man Probe fahren.“ Besonders gefragt: der elektrisch getriebene „e-Up!“.

Mercedes Nühlen präsentierte seinen brandneuen „GLA“ am Kö. „In erster Linie probesitzen, anfassen. Und überrascht sein, dass wir auch Autos für unter 30 000 Euro haben“, beschrieb Verkaufsberater Raffael Durante schmunzelnd das Käuferinteresse.

Blaue Luftballons und rote Liegestühle lockten an der Kirchstraße die Sonne. Doch zunächst noch vergeblich.

Das Wallzentrum hatte sich auf breiter Front beteiligt. Elke Müller-Mechler servierte in ihrer Massagepraxis neben leckeren Waffeln auch Informationen. Der kleine Kunstladen bot mit „Blindpainting“ die Gelegenheit, mal richtig draufloszumalen. Beim Musikhaus Kolassa gab es Hörproben vom Gitarrenquintett bis zur „Combo Infernale“ aus acht Saxofonen, unter Leitung von Musiklehrer Joachim Herz.

Insgesamt waren die Straßenränder etwas leerer bei diesem Verkaufsfest. Was aber nicht unbedingt negativ zu bewerten ist, da die oft kritisierten Neuwaren fehlten. Moers-AG-Vorsitzender Thorsten Fischer war mit dem neuen Konzept soweit zufrieden und erklärte: „Jetzt müssen wir abwarten, ob die Geschäftsleute das bestätigen.“

 
 

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