Schneider will Sachlichkeit beim Thema Polizeiwache Xanten

Die Polizeiwache in Xanten
Die Polizeiwache in Xanten
Foto: NRZ
Man müsse unterscheiden zwischen gefühlter und objektiver Sicherheit. Und: „Es ist absolut nicht nötig, sich so auseinanderzusetzen.“

Xanten..  „Es ist absolut nicht nötig, sich so auseinanderzusetzen.“ So stuft René Schneider, auch für Xanten zuständiger Landtagsabgeordneter der SPD, den öffentlich ausgetragenen Streit um die Besetzung der Polizeiwache während der Nachtstunden in der Römerstadt ein.

Schneider spricht von einem Unterschied zwischen der gefühlten und der objektiven Sicherheit. „Wenn ich höre, dass auf der Wache in einer bestimmten Zeit keine Menschen mehr sitzen, dann fühle ich mich unsicher, dann ist die gefühlte Sicherheit beeinträchtigt. Wenn ich aber weiß, dass das Personal in der Wache nur abgezogen wird, um damit einen Streifenwagen zu besetzen, der dann vor Ort in Xanten, auch in Alpen und Sonsbeck fährt, dann sieht die Beurteilung der Situation schon wieder anders aus, dann geht es um objektive Sicherheit.“

Er sei in den Landtag gewählt worden, um sich unter anderem auch um die objektive Sicherheit zu kümmern. Das gelte genauso für Görtz. Auch er sei gewählt worden, um „es objektiv besser zu machen“.

Um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen, hat Schneider eine Nachtschicht lang den Polizisten in Xanten über die Schulter geguckt. Er ist gestern Abend seit 21.15 Uhr in der Wache erschienen, um auch die Rüstzeit für die von 22 bis 6 Uhr dauernde Schicht mitzuerleben und hat seinen Einsatz dann gegen 6.30 Uhr beendet. Danach will er seinen Parteifreunden in Xanten die Eindrücke schildern und ihnen ans Herz legen, zu einer Versammlung zu diesem Thema einzuladen. Dabei will nicht nur er berichten, sondern auch beim Kreis fragen, ob ein Vertreter der Polizei auch kommt.

Die Besetzung der Wache sei übrigens alleinige Angelegenheit des Kreises Wesel. „Das Innenministerium hat mit dieser Entscheidung nichts zu tun“, so Schneider. Er halte es für mindestens überlegenswert, ob es nicht sinnvoller sei, statt eines Polizeibeamtens auf der Wache, bei „der in vier Wochen gerade einmal zwei Bürger in der Nachtschicht ein Anliegen hatten, nicht lieber einen Streifenwagen mehr besetzen zu können“. Die Kreispolizei ist unterdessen noch mit dem Erstellen der Machbarkeitsstudie, welche Lösung die beste ist, befasst. Erst danach soll über die Besetzung der Wache entschieden werden. Eins ist aber jetzt schon ausgeschlossen: Der leitende Polizeidirektor Utz Schmidt, oberster Polizist des Kreises, wird auf keinen Fall eine Entscheidung treffen wird, die dem Ergebnis der Studie zuwiderläuft, so die Polizei gegenüber der NRZ. Eine Umsetzung der Studienergebnisse stehe aber unter dem Vorbehalt der nötigen finanziellen Mittel.

 
 

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