Räuber Brinkhoff bekommt eine Fortsetzung

Foto: Fischer, Armin (arfi)

Alpen.. Der Alpener Männergesangverein (MGV) Martonair arbeitet an einer Fortsetzung des Räuber-Brinkhoff-Historicals, das im vergangenen Jahr mit enormem Aufwand und überwältigendem Erfolg aufgeführt worden ist. „Wir hatten danach ein echtes Problem“, erzählt der Dirigent und unermüdliche Motor des ehemaligen Werkschores, Hans-Heinrich Struberg („Struppi“). „Unsere Inszenierung hat uns einen solchen Schub gegeben, dass wir uns ernsthaft gefragt haben: Wie soll es denn jetzt weitergehen?“

Dazu muss man wissen, dass der Martonair-Chor schon kurz vor dem Aus stand. Das Durchschnittsalter der Sängergemeinschaft lag bei über 72 Jahren und es fehlte an frischem Blut. Nicht zuletzt Struppis beeindruckende, während der Aufführungen an den Mann gebrachte Werbekampagne zeigte Erfolg, wie der Dirigent nicht ohne Stolz berichtet: „Wir haben zwölf neue Mitglieder dazu gewonnen und sind jetzt mit 35 Männern.“

Wie kann man das noch toppen?

Dennoch blieb die entscheidende Frage: Was kann die Brinkhoff-Geschichte noch toppen? Struberg: „Im Buch ,Die Vogelfreien von der Bönninghardt’ von Hermann Jung gibt es ja 21 Geschichten. Das sind teils Räuberpistolen, die Brinkhoff glorifizieren und überzeichnen. Wir haben gedacht: Was hindert uns daran, eigene Geschichten zu schreiben?“

Theo Rous, der bereits die Texte für die erste Inszenierung verfasst und im Dezember 80 Jahre alt wird, hat sich gleich an die Arbeit gemacht. „Vier Akte sind schon fertig“, so Struberg. „Die erste Szene spielt in Rheinberg auf der Kirmes, die zweite in Bönninghardt, in der dritten ist Brinkhoff scharf auf einen leckeren Braten und die vierte spielt im Himmel, wo die Räuber bekehrt werden.“

Die Proben sind bereits angelaufen, die Martonair-Sänger legen wieder einen unglaublichen Elan an den Tag, wie der Dirigent berichtet: „Es gab so viele Interessenten für Solopassagen, dass ich schon ein Casting durchführen musste.“ Auch Kinder werden als Räuber in die Inszenierung eingebaut, zudem haben die Frauen des letztjährigen Alpener Schützenthrons (das Gefolge von König Bello Bühren) Interesse angemeldet und möchten mitspielen. Eine Reihe von Herausforderungen also für das bewährte Brinkhoff-Team, zu dem neben Struppi (der wieder die Musik komponiert und arrangiert) und Texter Rous auch Regisseur Ludger Terlinden gehört, der schon beim ersten Brinkhoff-Spektakel alles aus den Akteuren herausholte.

Nun gibt es also viel zu tun für die zuletzt erfolgsverwöhnten Alpener. Im Oktober 2015 soll „Räuber Brinkhof , Teil II“ im pädagogischen Zentrum an der Fürst-Bentheim-Straße uraufgeführt werden.

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