Prinz Helmut war der Hahn im Korb

Gute Stimmung herrschte  in der Gaststätte Zur Deutschen Eiche bei der Sitzung des Frauenkarneval der kfd-Menzelen.
Gute Stimmung herrschte in der Gaststätte Zur Deutschen Eiche bei der Sitzung des Frauenkarneval der kfd-Menzelen.
Foto: WAZ FotoPool
150 Damen aus der gesamten Region ließen sich den Frauenkarneval der kfd-Menzelen nicht entgehen.

Alpen-Menzelen..  16.11 Uhr: Der Vorhang ging auf. Pünktlich begann am Samstag die Frauenkarnevalssitzung der kfd in Menzelen in diesem Jahr. „150 Leute sind hier - das ist gut, voll besetzt“, meinte Maria Int-Veen, Urgestein des Frauenkarnevals in Menzelen-Ost. Der Saal in der Gaststätte zur Deutschen Eiche war passend zum Motto geschmückt: „Wir feiern GREASE-artig“. Schallplatten, Fähnchen und Girlanden erinnerten an die 50er-Jahre. „Unser Frauenkarneval hat sich schon so weit rumgesprochen“, meinte Melanie Giesen, Sitzungspräsidentin. Nicht nur Menzelenerinnen waren gekommen, auch Frauen aus anderen Städten wollten sich das bunte Programm nicht entgehen lassen.

„Was wäre der Karneval ohne einen Prinzen?“, fragte Melanie Giesen, die durch den Abend führte. Auch in diesem Jahr haben sie einen gefunden: Prinz Helmut der Erste. Als wäre ein Karnevalsprinz nicht beliebt genug, Helmut Hebbering befand sich unter lauter Damen. Wie der Hahn im Korb. Von Moderatorin Melanie Giesen bekam Prinz Helmut einen Ehrentitel und darf sich ab sofort Prinz Charming der Erste nennen. Um das zu krönen, sang der Karnevalist munter drauf los. Die schiefen Töne störten niemanden, animierten vielmehr zum Mitsingen und Schunkeln.

Maria Int-Veen als Eisbrecher

Da Tanzen und Schunkeln fest zum Programm einer jeden Karnevalsveranstaltung gehören, waren Tanzeinlagen wie die der „Flotten Lotten“ und „Limelights“ immer wiederkehrende Programmpunkte des Abends.

Als Mann verkleidet verbreitete Maria Int-Veen die Sorgen und Probleme eines durchschnittlichen Ehemanns. Allein zu Hause, wenn die Frau im Urlaub ist. Wäsche waschen, Waldi pflegen und weitere Kleinigkeiten bereiten den Männern scheinbar große Probleme. Mit ihrer Büttenrede war sie der „Eisbrecher, an erster Stelle“, so Giesen.

Auch Gisela Ladwig und Angela Phlipsen-Haas schlüpften in die Rolle des anderen Geschlechts. Verkleidet als alte, gebrechliche Männer, scherzten sie über das Dorfleben, Vereinsleben und Begegnungen aus dem Alltag. Immer wieder kam die Frage auf: „Was wären wir Männer ohne diese Weiber?“ Schmeichelndere Worte gibt es wohl kaum. Lediglich der Witz über schlechte Autofahrerinnen kam überhaupt nicht an.

Je näher der Abend...

Das Tanzmariechen alias Waltraud Richter überzeugte durch eine übergroße Portion an Selbstironie. Wildes Getanze wechselte sich ab mit frechen Sprüchen und Witzen.

Kaffee und belegte Brötchen wichen im Laufe des Abends dem Bier. Je näher der Nachmittag dem Abend kam, desto lauter wurden die Gespräche - aber auch die Lacher und Zurufe in Richtung Bühne.

Beim Finale kamen alle Akteure des Abends noch mal gemeinsam auf die Bühne. Gelungener Abend – gelungene Verabschiedung.

 
 

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