Per Bus nach Wallach: gar nicht so einfach

Für überörtliche Fahrten nach Ansicht der Grünen keine Alternative: der Bürgerbus nach Wallach
Für überörtliche Fahrten nach Ansicht der Grünen keine Alternative: der Bürgerbus nach Wallach
Foto: WAZ FotoPool
Der Bürgerbus fährt nur sporadisch in den Rheinberger Ortsteil, die Anbindung durch die Niag-Buslinie 68 ist ausgedünnt.

Rheinberg..  Auf Anregung der Grünen soll die Anbindung des Ortsteils Wallach durch den Nahverkehr unter die Lupe genommen werden. Der Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss beauftragte die Verwaltung, das Verkehrsplanungsbüro Rödel und Pachan für eine Erörterung der Verbindung durch die Buslinie 68 für die kommende Ausschusssitzung am 10. Juni einzuladen.

Die Grünen bemängelten, dass „die Linie 68 Wallach nur noch sporadisch“ anfährt. „Für überörtliche Fahrten ist der Bürgerbus keine Alternative.“ Schüler und alte Menschen seien davon in besonderer Weise betroffen, da sie auf eine funktionierende Anbindung durch den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen seien. Verkehrsplaner Kai Pachan hat sich auf Anfrage der Verwaltung bereit erklärt, dieses Thema mit dem Ausschuss zu besprechen.

Noch nicht durch die Bezirksregierung Düsseldorf genehmigt wurde der Antrag des Bürgerbusvereins, Alpsray in den neuen Fahrplan zu integrieren. Der Grund: Sowohl der Kreis als auch der Busbetreiber Niag sehen eine Konkurrenz des Bürgerbusses zur Niag-Linie 38. In der nächsten Zeit soll es weitere Gespräche mit allen Beteiligten geben. „Wir wollen dranbleiben, damit Alpsray möglichst schnell angebunden wird“, so der zuständige Beigeordnete Dieter Paus.

Auch wenn der Windpark im Moerser Stadtgebiet auf der Halde Kohlenhuck entstehen soll: Als Nachbarkommune muss Rheinberg eine Stellungnahme zu den Plänen des Energieversorgers Enni abgeben. Die an der Stadtgrenze zu Moers stehenden Rheinberger Wohnhäuser sollen nicht durch Lärm oder Schattenwurf von den Windrädern beeinträchtigt werden. Das soll durch entsprechende Gutachten nachgewiesen werden.

Auch zwei große Entwicklungsprojekte standen auf der Tagesordnung. Beim Leader-Projekt (es soll die Entwicklung im ländlichen Raum unterstützen) hat sich Rheinberg zusammen mit Alpen, Sonsbeck und Xanten beworben, bei der Euregio Rhein/Waal ging es um die Neuausrichtung für den Projektzeitraum bis 2020 – auch hier ist Rheinberg mit von der Partie und hat sogar beim Klimaschutzprojekt Kliker eine führende Rolle. In beiden Fällen geht es unter anderem auch darum, an Fördergelder heranzukommen.

Beim Wettbewerb „Zukunftsstadt“, bei dem es um nachhaltige Stadtentwicklung bis 2040 und später geht, ist Rheinberg nicht zum Zuge gekommen. Aber die Stadt steht auf den ersten drei Plätzen der Kommunen, die nachrücken können.

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