Max Lang aus Rheinberg ist für einen Oscar nominiert

Eine Hexe aus dem Film "Room on the Broom" fliegt mit einer Katze auf einem Besen. Regie führte der Rheinberger Max Lang, der für den Film für den Oscar nominiert wurde.
Eine Hexe aus dem Film "Room on the Broom" fliegt mit einer Katze auf einem Besen. Regie führte der Rheinberger Max Lang, der für den Film für den Oscar nominiert wurde.
Foto: dpa
Der gebürtige Rheinberger Max Lang ist für einen Oscar nominiert - und das bereits zum zweiten Mal. In der Kategorie "Bester animierter Film" geht "Room on the Broom" ins Rennen, bei dem der Wahl-Engländer Regie führte. Lang fliegt zur Verleihung nach Los Angeles und rechnet sich durchaus Chancen aus.

Rheinberg.. Langsam kehre wieder der Alltag ein, sagt Max Lang. Das sah vor einer Woche allerdings noch ganz anders aus, denn zu diesem Zeitpunkt hatte die „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“ die Nominierungen für ihren Academy Award, besser bekannt als „Oscar“, bekanntgegeben. Darunter auch „Room on the Broom“ in der Kategorie „Bester animierter Film“ – die Regie führt der Rheinberger Max Lang. „Ab da stand das Telefon zwei Tage lang nicht mehr still“, lacht der 31-Jährige. Die Filmkollegen rufen an, die Familie gratuliert und Freunde möchten wissen, wie es ihm geht. „Mittlerweile hat sich die Spannung aber gelegt.“

Der Regisseur kann sich bereits zum zweiten Mal über eine Nominierung freuen. Schon 2011 stand der Deutsche gemeinsam mit Jakob Schuh für den Animationsfilm „The Gruffalo“ auf der Oscarliste, für die begehrte Trophäe hatte es leider nicht gereicht. „Ich habe wirklich gedacht, dass ich beim zweiten Mal nicht so aufgeregt bin, aber das Herz hat genauso stark geklopft wie bei der ersten Nominierung.“

Wiedersehen mit einem Freund

Eine Woche vor den Awards am 2. März geht es für Max Lang nach Los Angeles, Heimat der Hollywood-Stars. Auf die hat es der junge Regisseur aber nicht abgesehen. „Alleine die Nominierung ist eine große Ehre, der Preis wäre dann das Sahnehäubchen.“ Lang freut sich dabei besonders auf seinen Filmpartner und Mit-Nominierten Jan Lachauer, den sehe er schließlich nicht so oft. Schuh lebt in München, Max Lang mit seiner Frau und Tochter in England, nahe London. „Wir gehen da zusammen hin, feiern und treffen Freunde“, das sei das Wichtigste für ihn, erklärt Lang. Schließlich seien die Wahlen an diesem Abend bereits gelaufen, beeinflussen könne er nichts mehr. Chancen auf einen Award rechne er sich aber schon aus. „Ich möchte es jedenfalls nicht ausschließen. Aber entweder gewinnt man oder nicht“, stellt der Wahl-Engländer nüchtern fest.

Abgesehen auf eine zweite Nominierung hatte es der Rheinberger nicht. „Man denkt nicht darüber nach. Ich mache einfach Filme, die ich selber gerne sehen möchte.“ Dennoch stand Lang während den Arbeiten am zweiten Animationsfilm unter Druck. „Die Erwartungshaltung ist beim zweiten Film natürlich hoch, wenn man schon Mal für einen Oscar nominiert war. Da gucken die Leute drauf.“

Filmbranche war immer sein Traum

Das seine Zukunft in der Filmbranche liegt, wusste Lang bereits mit zwölf Jahren. „Zu dieser Zeit kam gerade der Disney-Zeichenfilm "König der Löwen" in die Kinos“, erinnert sich Max Lang, dessen Leidenschaft schon von klein auf das Zeichnen war. „Da habe ich gedacht, sowas möchte ich auch mal machen.“ Der junge Rheinberger klemmt sich hinter seinen Traum, recherchiert Ausbildungsmöglichkeiten und Erfolgschancen. „Ich wollte wissen, ob es auf diesem Markt genug Arbeit gibt und ob ich damit irgendwann Geld verdienen kann.“

Nach dem Zivildienst bewirbt sich Max Lang bei der Animation School in Hamburg und wird angenommen. Er macht seinen Abschluss, absolviert Praktika und geht schließlich auf die Filmakademie in Ludwigsburg, wo er seinen Dozenten und späteren Filmpartner Jakob Schuh kennenlernt.

Seine Zeit in Rheinberg, seine Heimatstadt, liegt da bereits hinter ihm. Dennoch fühle er sich noch immer der Stadt verbunden, versichert der Regisseur. „Meine Familie und viele Freunde leben noch in Rheinberg und Umgebung. Die Stadt spielt noch immer eine große Rolle in meinem Leben.“ Zwei- bis dreimal im Jahr trete er die Heimreise an, „damit meine dreijährige Tochter auch mal Oma und Opa sehen kann.“

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