MAP-Festival in Rheinberg dieses Jahr ohne A

Der Poetry-Slam-Abend im Amplonius-Gymnasium als  Auftakt gilt als ein Highlight – ist aber leider  schon ausverkauft
Der Poetry-Slam-Abend im Amplonius-Gymnasium als Auftakt gilt als ein Highlight – ist aber leider schon ausverkauft
Foto: NRZ
In diesem Jahr fällt das Kunst-Projekt weg. Veranstalter und Stadt hoffen auf eine Lösung im nächsten Jahr. Startschuss heute Abend im Amplonius-Gymnasium unter anderem mit Sebastian 23

Rheinberg..  Heute startet das 17. Music Arts Project Festival (MAP) in Rheinberg. Zur Freude der Veranstalter erstmals seit drei Jahren ohne Regen, dafür mit Sonnenschein satt. Ein Highlight? Mehrere! Zum Beispiel zum Auftakt der Poetry Slam Abend heute im Amplonius-Gymnasium, der leider schon ausverkauft ist. „Seit fünf Jahren sind die Wortakrobaten Bestandteil des MAP“, sagt Heiko Dürr, 2. Vorsitzender des MAP-Vereins. „In diesem Jahr ist der Auftakt aber zum ersten Mal nicht im Artlon, sondern im Kultpool.“ Doch der Angriff auf die Lachmuskeln ist mit Andy Strauß, Sebastian23 und Julian Heun erstklassig besetzt. Im Rahmen der „Musik am Pulverturm“ werden Bands wie „Flash Forward“, „Sebastian Dey“, „Flamtree“ und „Meine Zeit“ das Festival rocken – wie immer umsonst und draußen. Zum Abschluss gibt’s am Samstag ab 22 Uhr ein Wiedersehen mit „Zauberlehrling“.

Dass der Buchstabe A für Arts und damit die Kunst-Komponente des Festivals in diesem Jahr ausfällt, bedauern die Veranstalter sehr. „Anfang des Jahres hatten wir immer noch keine Planungssicherheit, da wir und die Stadt als langjähriger Partner und Geldgeber irgendwie Kommunikationsprobleme hatten“, klärt Heiko Dürr auf.

Ein wichtiges Event

„Woran es jetzt genau gelegen hat und wer tatsächlich den `Bock geschossen hat´, können wir gar nicht sagen“, so Dürr, der weder schlechte Stimmung verbreiten, noch konkret Vorwürfe machen möchte. „Gott sei Dank haben wir die Sparkasse und die Kulturstiftung der Sparkasse Rheinberg als zuverlässigen Partner, so dass vieles vorfinanziert werden konnte.“ Fest steht, dass alle Beteiligten sich nach dem Festival an einen Tisch setzten möchten, um die Zukunft des MAP-Festivals zu planen. Gerüchte, dass das Festival 2016 zum letzten Mal stattfindet, würden nicht zutreffen. „Wir möchten es in der Form der vergangenen Jahre weiterführen“, unterstreicht Heiko Dürr. „Gerne würden wir mit der Stadt einen Drei-Jahres-Vertrag aushandeln.“

Bürgermeister Frank Tatzel zeigte sich ein wenig überrascht. „Ich habe Gespräche geführt, Probleme in Sachen Kunst waren eher durch den fehlenenden Raum begründet. Generell sind wir aber an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert, da das Festival ein wichtiges Event für Rheinberg ist.“ Und Vera Thuleweit vom Kulturbüro ergänzt: „Der Antrag für die städtischen Zuschüssen ist leider zu spät eingereicht worden. Zum anderen haben wir alle Aspekte mit Kassierer Thorsten Webers besprochen und nicht mit Heiko Dürr.“ Nichtsdestotrotz sei es der Stadt wichtig, die Zusammenarbeit fortzusetzen.

Besucherstarkes Event

Wie beim Fußball heißt es dann: Nach dem Festival ist vor dem Festival. Und da sollte es im Sinne der Stadt und auch des Veranstalters sein, dass im kommenden Jahr alles beim Alten bleibt. Denn immerhin ist das MAP-Festival nach dem Karnevalsumzug die besucherstärkste Veranstaltung in Rheinberg. Die kommenden drei Tage dürften wieder zu einem großen Event werden, bei bestem Wetter....

 
 

EURE FAVORITEN