Licht und Schatten

Kreis Wesel..  Es war ein Jahr mit guten und weniger guten Seiten für die Gärtner im Kreis Wesel. Der Absatz bei den Frühblühern sei sehr zufriedenstellend gewesen, sagt Geschäftsführer Pankraz Gasseling nach der Hauptversammlung des Kreisverbandes Gartenbau. Dann aber habe es im Frühsommer einen Einbruch im Pflanzenverkauf gegeben – aufgrund des zu guten Wetters und der Fußball-Weltmeisterschaft, wie Gasseling vermutet. Der Sturm an Pfingsten hätte zudem vor allem die Gärtner des Ruhrgebiets hart getroffen, zerstörte aber auch am Niederrhein Pflanzen. Im Herbst und Vorweihnachtsgeschäft bemerkten die Gärtner die starke Konkurrenz der Discounter, die immer häufiger extrem günstige Weihnachtssterne anbieten. „Da wird es immer schwieriger für uns Gärtner, die Pflanzen zu Preisen zu vermarkten, die die Produktionskosten decken“, sagt Pankraz Gasseling.

Auch Nachwuchsprobleme sind ein Thema für die Gärtner. Dienstleistungen und Garten-Landschaftsbau seien bei jungen Leuten zwar recht beliebt, doch im Bereich der Produktion sei es wichtig, neue Wege zu gehen und mögliche Auszubildende für den Beruf zu begeistern. Das betonte auch die Präsidentin des Landesverbands Gartenbau Rheinland, Eva Theuerkauf, in ihrer Rede. Als Möglichkeiten, junge Menschen anzusprechen, nannte sie moderne Netzwerke oder gezielt Jugendliche in Betriebe einzuladen.

Nach 22 Jahren im Vorstand stellte sich Susanne Wison nicht mehr zur Wahl. Die Schermbeckerin hatte verschiedene Posten inne, unter anderem war sie 2. Vorsitzende, im Landschaftsbeirat und zuletzt als Schriftführerin tätig. Für sie rückt der 38-jährige Berthold Schlebuch aus Dingden in den Vorstand. Die weiteren Vorstandsmitglieder Martin Becker (Dinslaken) und Matthias Kempkens (Sonsbeck) wurden ebenso wie der Vorsitzende Peter Leimkühler aus Moers wiedergewählt. Wie die Aufgaben im Vorstand künftig verteilt werden, soll bald besprochen werden.

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