Kreatives - nicht nur für Frauen

Die Künstlerinnen freuen sich auf den 9. März.
Die Künstlerinnen freuen sich auf den 9. März.
Foto: WAZ FotoPool
Zum siebten Mal findet in der Stadthalle der Künstlerinnentag statt. Mit Bühnenprogramm und Kinderbetreuung werden Familien angesprochen. Doch im Mittelpunkt stehen die Frauen und ihre Kunst

Rheinberg..  Der internationale Frauentag steht vor der Tür. Bei Diana Schrader ist aber nicht nur der 8. März im Kalender rot angestrichen. Auch der Sonntag danach, der 9. März, ist ein wichtiger Tag für die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. Seit 2008 findet dann nämlich der Künstlerinnentag statt, bei dem sich die untere Etage des Stadthauses – mit Foyer, Stadthalle und Mehrzweckraum – in ein buntes Meer aus künstlerischem Allerlei verwandelt. Zum siebten Mal können Frauen in Rheinberg dann ihr kreatives Talent zeigen und ihre Werke ausstellen.

Viele Frauen haben schon in der Vergangenheit beim Künstlerinnentag ausgestellt. Andere sind in diesem Jahr zum ersten Mal vertreten. Dabei leben nur wenige von ihrer kreativen Arbeit. Für viele ist Kunst einfach ein Hobby. „Ich will zeigen, dass Frauen sich kreativ betätigen, egal in welcher Art und Weise“, erläutert Schrader das Konzept des Künstlerinnentages. Deshalb gibt es auch wieder allerlei Spielarten von Kunst zu sehen. Ob Acrylbilder, Ölmalerei, Fotos, Handarbeiten, Perlenschmuck oder Schmuck aus altem Silberbesteck – Hauptsache, es ist kreativ.

Eine Möglichkeit, sich zu zeigen

Schrader will, dass die Frauen gesehen werden: „Alle sollen an Kunst teilhaben können und jeder soll die Möglichkeit bekommen, seine Werke zu zeigen.“ Das könnten viele, die es wollten, nämlich nicht. Weil es normalerweise viel koste, auszustellen und viele gar nicht die geforderte Menge an Werken liefern können, erläutert sie. Der Künstlerinnentag biete den Frauen die Möglichkeit, sich zu zeigen und dabei auch selber viel zu sehen.

In der Vergangenheit hat sich auch Genoveva Angerhausen von den Exponaten inspirieren lassen. In diesem Jahr stellt sie selber aus. Etwas Mut gehöre natürlich dazu. Doch die Rheinbergerin hat sich ein Herz gefasst. „Ich war in den letzten Jahren als Besucher auf der Ausstellung und war höchst begeistert von dem, was ich gesehen habe“, verrät sie. „Doch irgendwann habe ich mir gesagt, das kann ich auch.“ Gedacht haben das sicherlich schon viele, doch Angerhausen hat es schließlich auch gemacht – Fotos nämlich. Die hat sie dann auf Karton gebracht und stellt sie nun als Fotokarten an einem von 36 Ständen im Stadthaus aus.

Große Nachfrage von Künstlerinnen

Auch Petra Klein zeigt ihre Arbeiten zum ersten Mal im Stadthaus. Obwohl sie schon länger als Mitglied der Moerser Palette und der Rheinberger Foto AG an ihrer Kunst arbeitet. Die Fotografin kam ebenfalls zuerst als Besucherin zum Künstlerinnentag: „Ich war begeistert von der Vielfalt. Eine Woche später habe ich mich angemeldet.“ Klein ist eine der Glücklichen, die noch einen Stadtplatz ergattern konnten.

Auch Anfragen aus Moers, Duisburg, Voerde oder Sonsbeck seien gekommen, erzählt Schrader. Einigen musste sie absagen. Die starke Nachfrage bestätigt Schrader aber in ihrer Idee.

Jedoch gibt es in diesem Jahr zwei kleine Änderungen: Damit die Kunst nicht in den Hintergrund rückt, ist das Bühnenprogramm etwas eingegrenzt. Insgesamt drei Gruppen werden vor den Besuchern auftreten. Darunter auch der Square Dance Club „Broken Squares“. Zudem gibt es eine Kinderbetreuung. Der Tag sei zwar ein Familientag geworden, erzählt Schrader. Doch viele Besucher hätte angemerkt, dass den Kleinen doch schon einmal langweilig würde. In diesem Jahr gibt es Abhilfe. Ein Team aus Mitarbeiter von Jugendamt und Zuff werden die Kinder mit künstlerischen Aufgaben bei Laune halten. Die Kinderbetreuung ist ebenso wie der Eintritt in diesem Jahr auch wieder frei.

 
 

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