Kräuterbonbon- und Glühweinduft in Budberg: Weihnachtsmarkt

Auf der Kinderbühne spielten Gemeinschaftsgrundschüler – in der Mitte: Sophie Bürkle (2. Klasse).
Auf der Kinderbühne spielten Gemeinschaftsgrundschüler – in der Mitte: Sophie Bürkle (2. Klasse).
Foto: Lukas Hübinger
Wenn Kräuterbonbon- und Glühweindüfte durch Budberg schweben, weiß jeder ganz genau: Es ist wieder Weihnachtsmarkt – in diesem Jahr zum 34. Mal.

Rheinberg-Budberg.  Zuerst ist da dieser Duft, eine Mischung aus süßen Kräuterbonbons, Glühwein, deftiger Bratwurst, Holz und Rauch – für einen Budberger unverkennbar der Geruch des Weihnachtsmarktes. Bereits zum 34. Mal wurde dieser Markt auf dem Gelände der Gemeinschaftsgrundschule Budberg/Orsoy (ehemals Lindenschule) errichtet. Ganz nach dem Motto: „Aus dem Dorf, für das Dorf“. Um so einen Weihnachtsmarkt auf die Beine zu stellen, braucht es viel ehrenamtliches Engagement, aber davon mangelt es in Budberg nicht. „Ohne das Team wäre das hier nicht möglich“, erklärt Franz Brucksch alias „Mr. Weihnachtsmarkt“. Vor vier Jahren hat dieses Team, der Verein „Niederrheinischer Weihnachtsmarkt Budberg“, den Markt vom DRK übernommen und ihn damit vor dem Aus bewahrt. Andernfalls hätte Brucksch sein „Baby“ wohl aufgeben müssen.

Hinter dem Weihnachtsmarkt steht eine eingefleischte Crew. Bernd Mußmann, Vorsitzender des Vereins, nennt sie „eine große Familie“. Das ganze Dorf packt hier mit an. So wird in diesem Jahr der Grillstand nicht professionell betrieben, sondern von der Nachbarschaft Fliederstraße. Das Grillgut kommt wie immer von der Fleischerei Brandt – aus der eigenen Herstellung versteht sich. „Wir sind auch von Anfang an dabei“, erzählt Manuela Brandt. Der Grillstand sei immer ein Anziehungspunkt. Zusätzlich bietet Brandt aber noch diverse herzhafte Fleischwaren in einer separaten Bude an. Für die leckeren Würste habe man auch in diesem Jahr wieder hervorragendes Feedback bekommen.

Generell sei der Markt gut besucht. „Am Abend ist es sogar rappelvoll“, berichtet Brandt. Am Samstag beginnt diese Zeit um 19 Uhr mit dem Auftritt der Cover-Rockband „String“. Am Sonntag läutet der Besuch des Nikolauses gegen halb fünf die Hauptstoßzeit ein. Vorher gibt es an beiden Tage ein vorwiegend musikalisches Bühnenprogramm. Wenn die Buden am späten Samstagabend schließen, ist für die Meisten die Party aber noch nicht vorbei. Traditionell geht es dann im nahegelegenen Tennisclub erst richtig los. Das sei aber offiziell kein Bestandteil des Weihnachtsmarktes, erklärt Mußmann.

In die Weihnachtsmarkt Cafeteria strömen die Menschen hingegen eher am Nachmittag zur klassischen „Kaffee und Kuchen“-Zeit. Im aufwendig dekorierten DRK-Heim stehen Kyra Beerenberg und Lisa Zimmer schon bereit – bewaffnet mit Tortenhebern. Vor ihnen breitet sich eine üppige Kuchentheke aus. „Auch hier wird Team groß geschrieben. Es macht einfach Spaß mit den Leuten zusammen zu arbeiten“, erzählt Cafeteria-Chefin Martina Schepers. Zusammen mit der Budberger Gastronomin Susanne Schäfer beginnt sie bereits im Sommer mit der Planung der Dekoration für die Cafeteria. „In diesem Jahr wollten wir viel Gold haben“, sagt Schepers. Im Vorjahr hätten Gäste aus Düsseldorf sogar gefragt, ob man einen professionellen Dekorateur engagiert hätte. Natürlich kommt es nicht nur auf die Raumgestaltung, sondern auch auf die Kuchen an. Damit in der Cafeteria ordentliche Kuchenmengen umgesetzt werden können, sind in Budberg die Öfen heißgelaufen. 32 Kuchenspenden zählt Schepers bereits am Samstagmittag. „Was die Budberger an Kuchen spenden, ist der Wahnsinn.“

Egal ob die Beteiligten nun von der tollen Crew, dem Team, dem Verein oder der Familie sprechen, klar ist: Beim Budberger Weihnachtsmarkt stimmt der Zusammenhalt. Aus diesem Grund werden wohl auch im 35. Jahr die Holzbuden wieder ausgepackt. Und so wird es dann hoffentlich noch viele Jahre weiter gehen.

 
 

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