Karl ist Karneval

Magic Unity aus Moers
Magic Unity aus Moers
Foto: WAZ FotoPool
Viel Unterhaltung bei der großen Galasitzung der KAG. Einmal jährlich steht Ossenberg Kopf. Dann ist im Zelt hinter der Solvay die Galasitzung der Ossenberger Karnevalisten, der KAG. Mit einer tollen Kulisse: Das Wappen von Rheinberg rechts, das der Herzöge von Urach links.

Rheinberg-Ossenberg.. Einmal jährlich steht Ossenberg Kopf. Dann ist im Zelt hinter der Solvay die Galasitzung der Ossenberger Karnevalisten, der KAG. Mit einer tollen Kulisse: Das Wappen von Rheinberg rechts, das der Herzöge von Urach links. Ein kleines Dankeschön an die herzogliche Familie, die am nächsten Freitag wieder Schlossgarten und die alte Remise für den Prinzenempfang, zu dem sich bereits 60 Vereine angemeldet haben, zur Verfügung stellt. Zwischen den Wappen ein riesiger rot-weißer Fächer, daneben der Schriftzug dessen, der Ossenbergs Narren regiert: Prinz Horst II..

Ein lieber, rotzfrecher Junge

Der überraschte seine Narren im Zelt mit eigenem Lied, mit Gitarrist, Schlagzeuger und Bassgitarre. Man musste genau hinsehen, um das geschickte Play-Back zu erkennen. Der Prinz, der das II. hinter dem Namen trägt, weil er zum zweiten Mal Ossenbergs Narren vorsteht, würdigte einen anderen: Karl Caniels, den Präsidenten der KAG, der in diesem Jahr sein Amt abgibt. „Der Karneval in Ossenberg: Das war und ist Karl.“ Der Prinz ließ die Geschichte des Mannes, ohne den der Karneval im Dorf nicht denkbar wäre, Revue passieren. Vom Mönchengladbacher Karnevalsverband Linker Niederrhein reiste Geschäftsführer Friedrich Kempis an, um Caniels den Verdienstorden in Gold zu überreichen.

Die Galasitzung unter Leitung von Sitzungspräsident Ludger Opgenorth wies wieder einige Höhepunkte auf. Er ging als „Liewe Jong“ selbst in die Bütt. Seinen Elferrat nahm er gehörig auf die Schüppe. „Wo habt ihr die denn aufgegabelt? Ihr dürft euch ruhig mal bewegen.“

Wenn du einmal in Rheinberg warst

Er zog alle durch den Kakao, egal. ob die frühere Bürgermeisterin, die „liebe Ute“ gemeint war, oder der Präsident oder der Ortsvorsteher oder... „Ich bin eben rotzfrech.“ Zum Beispiel so: Sein Freund will im Urlaub nach Sibirien? Da soll es schön sein? Die Antwort: „Wenn du einmal in Rheinberg warst, ist es überall schön.“

Ingrid Kühn, die Büttenrednerin aus Vynen, dachte über die pubertierende Jugend nach, sezierte spitzfindig deren Eigenarten. Edno Bommel, der „Tiger aus Glauchau“, lieferte die dritte Büttenrede des Abends. Närrische Töne gab es gleich zu Anfang. Jugendprinzessin Celine, von drei Red Devils, einer Tanzgarde der KAG, hereingeführt, wagte die Begrüßungsrede, bevor sie den Rest ihrem Opa, Prinz Horst, überließ.

18 Akrobatinnen in Aktion

Toller Höhepunkt war „Magic Unity“, 18 Tanzgirls aus Moers. Sie legten begeisternde Tänze hin, mit akrobatischen Einlagen, hohen Pyramiden, teils vier Mädels übereinander, mit viel Mut und grandioser Körperbeherrschung. Kein Wunder: Sie sind dreimal Vizeeuropameister, zweimal deutscher Meister und dreifacher NRW-Meister. Die erste Rakete des Abends erhielten die Kleinsten der KAG, die neun winzigen „Lalunas“. Später tanzten die Red Devils, Vize-Stadtmeister im Gardetanz, dann die Lunatics. Aus Wesel kamen die KFC Tanzwiesel, während die Volleys aus Winnekendonk vor dem großen Finale den Abschluss machten.

EURE FAVORITEN