In Alpen ist kein Spielplatz ohne Mangel

Der Waldspielplatz Bönninghardt
Der Waldspielplatz Bönninghardt
Foto: WAZ FotoPool / Gerd Hermann
Alpen hat in Sachen Kinderspielplätze noch einiges zu tun – die Sanierung soll bis 2016 dauern. Ja zu neuem Asylbewerberheim nahe der Dreifachturnhalle.

Alpen..  „Es gibt keinen Spielplatz, der ohne Mangel ist, aber keinen, der sofort gesperrt werden muss.“ Auf diesen Nenner brachte Janine Jakobs von der Abteilung Tiefbau im Bau- und Planungsausschuss die Situation. In ihrem Referat widmete sie sich detailliert der konkreten Situation auf den 18 Spielplätzen der Gemeinde – vom fehlenden Fallschutz mit einer Sandfläche an der Rosenstraße, über die zu eng stehenden Geräte am Adenauerplatz bis zur Notwendigkeit einer neuen Rutsche am Spielplatz Zur Münzstätte. An einigen Objekten hat der Bauhof schon gearbeitet, unterstrich Janine Jakobs – wie an der Grundschule Menzelen, wo die drei Spielgeräte wegen des Mangels an den Trägern beseitigt wurden und die Schüler mitbestimmten, was Neues dorthin soll.

Der Waldspielplatz Bönninghardt weise eine längere Liste auf, „weil viele Geräte selbstgebaut sind und nicht den Vorschriften entsprechen“. Die Hangrutsche wurde bereits entfernt, ein neues Spielhaus soll vom Spielplatz am Bosserhoff dorthin. Ganz aufgegeben wird dagegen der seit einem Jahr gesperrte Platz am Hoerstgener Weg, „weil man ihn nur über einen kleinen Weg erreicht und kaum frequentiert wird“.

Insgesamt sind für Wartung, Inspektion und Ersatzteile 45 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Für Anschaffungen sind 120 000 Euro vorgesehen, davon 50 000 für den neuen Spielplatz Mittelweg. Für den liegt nach einem Malwettbewerb die grobe Idee einer „Burg Alpen“ mit Sand-, Schaukel- und Sitzplätzen vor.

Einstimmig sprach sich der Ausschuss auf Anregung des RVR für die Neuauslegung der Planungen für die Nahversorgung in Menzelen in flächenreduzierter Form aus. Dort soll jetzt auf 1200 Quadratmetern statt 1800 Quadratmetern Einzelhandel entstehen.

Der Ausschuss begrüßte auch die Planungen für ein Asylbewerberheim in Alpen-Ost – östlich der Dreifachturnhalle im neuen Baugebiet. Dort ist zunächst eine Wohnparzelle für 45 bis 60 Personen „in Massiv-Bauweise im einfachen Standard“ vorgesehen, erläuterte Stefan Buchmann vom Bau- und Planungsamt. Geplant sind sieben Einheiten zu je 85 und 74,5 Quadratmetern – jeweils drei im Erd- und Obergeschoss, im Parterre kommt noch ein Gemeinschaftsraum hinzu. Die Ausschreibung werde vorbereitet, der Bauantrag gehe bald raus, so dass nach den Ferien die Vorschläge für den Bau auf dem Tisch liegen sollen.

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