Immer wieder sonntags

Im Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde Grote Gert stellt sich das Cafe-Team des Cafe Böhnchen vor: Käthe Jüsten-Karoly, Marga Freckmann, Anke Sczesny, Christina Bücheler. Foto: Ulla Michels WAZ FotoPool
Im Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde Grote Gert stellt sich das Cafe-Team des Cafe Böhnchen vor: Käthe Jüsten-Karoly, Marga Freckmann, Anke Sczesny, Christina Bücheler. Foto: Ulla Michels WAZ FotoPool
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Rheinberg. Im „Haus der Generationen“ an der Grote Gert öffnet am 22. Mai das „Café Böhnchen“. Jeder ist herzlich willkommen.

So ein Sonntagnachmittag kann lang sein. Verflixt lang, gerade, wenn Menschen alleine leben. Wenn der Partner vielleicht gestorben ist und nach dem sonntäglichen Besuch auf dem Friedhof nicht viel zu tun ist und keiner da ist, mit dem man reden kann. Eine traurige Geschichte, die der evangelische Pfarrer Udo Otten schon oft gehört hat. Genau wie den Wunsch, dass ein Café eröffnet, eins, das gemütlich und für den kleinen Geldbeutel geeignet ist und sonntags ein zwangloser Treffpunkt sein könnte. Das Café gibt es jetzt. Am Sonntag öffnet das „Café Böhnchen“ im Gemeindezentrum Grote Gert. Wobei Gemeindezentrum nicht mehr der korrekte Ausdruck ist, denn das Gebäude an der Grote Gert soll bekanntlich ein „Haus der Generationen“ für den gesamten Stadtteil werden.

Das Café ist ein Baustein in diesem Konzept. Und an diesem Baustein werkeln Ute Donadt, Renate Flack, Marga Freckmann, Käthe Jüsten-Karoly, Christiane Culp, Christina Bücheler und Anke Sczesny, Koordinatorin für das Haus der Generationen, gerade ganz kräftig. Sie bilden das Team, das das Café betreuen wird. Ehrenamtlich, versteht sich.

Sie sind bereits in anderen Gruppen der Gemeinde aktiv, sei es die Frauenhilfe, das Presbyterium oder die Gymnastikgruppe, „und aus den Gruppen hat sich die Runde auch entwickelt“, erklären sie. Die engagierten Frauen investieren eine Menge Zeit in das Café. Damit alles klappt, haben sie ihr Projekt intensiv vorbereitet, eine Gesundheitsschulung absolviert, und stehen in den nächsten Tagen am Herd, um fleißig zu backen für den großen Eröffnungstag.

Drei Stunden öffnet das Café immer sonntags. Ausgeschenkt wird fair gehandelter Café, da auch das Team vom Eine-Welt-Laden beim Projekt mitmacht und künftig auch sonntags dort seine Waren anbietet. Ebenfalls ein Baustein im „Haus der Generationen“, denn der alte Standort des Eine-Welt-Ladens an der Rheinstraße wurde aufgegeben.

Am Sonntag dürfte es voll werden. Für den regulären Cafebetrieb an den Sonntagen danach plant die Gruppe mit 30 bis 40 Plätzen. Wobei alles flexibel gehandhabt werde, ein Vorteil des Gebäudes. Sei zum Beispiel eine Gruppe dabei, die gerne in Ruhe Karten spielen möchte - kein Problem, sie können sich zurückziehen. Und wenn sich Senioren künftig am PC ausprobieren wollen, haben sie dazu die Gelegenheit, es sollen nämlich zwei seniorengerechte Computer aufgestellt werden.

Ort der
Begegnung

Das „Café Böhnchen“ soll ein Treffpunkt für Jedermann werden, ein Ort der Begegnung, wie Anke Sczesny es ausdrückt. Und nicht nur Gemeindeglieder sind angesprochen, sondern alle Menschen. Das „Haus der Generationen“, so wünschen es sich der Pfarrer und sein Team, soll Impulse geben für den gesamten Annaberg.

 
 

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