Hier bewegt sich was

An den Bahnübergängen tut sich was.
An den Bahnübergängen tut sich was.
Foto: Waz FotoPool
Nach Ortstermin mit Experten legt Niag Vorschläge für die Bahnübergänge in Vierbaum und Orsoyerberg vor. Am Lohmühler Weg wird Verfahren abgewartetNach Ortstermin mit Experten legt Niag Vorschläge für die Bahnübergänge in Vierbaum und Orsoyerberg vor. Am Lohmühler Weg wird Verfahren abgewartet

Rheinberg-Vierbaum..  Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch, jetzt geht’s ums Geld. Zum Beispiel am Bahnübergang Siedlerweg: Nach einem Ortstermin mit Fachleuten, unter anderem vom Eisenbahnbundesamt, schlägt die Niag vor, hier eine Ampel mit Rot- und Gelbsignal zu installieren. Damit soll es am bislang unbeschrankten Bahnübergang sicherer werden, und auch ruhiger, da die Loks nicht mehr hupen müssten.

Über die Kosten ist noch nicht gesprochen worden, die Finanzierung, heißt es in einer Stellungnahme der Niag, sei zwischen dem Unternehmen und den Kosternträgern, darunter die Stadt Rheinberg zeitnah zu klären. Da über den Siedlerweg in dieser Form bislang nicht gesprochen worden war, hat die Stadt Rheinberg dafür aber noch kein Geld bereitgestellt, die Zahlen sind noch nicht bekannt.

Anders sieht es beim Bahnübergang Mühlenstraße/Baerler Straße aus. Hier ist eine Schrankenanlage geplant, die scheiterte bislang an der Stadt Duisburg, die die Mittel nicht im Haushalt veranschlagt hatte. Jetzt scheint Bewegung in die Sache zu kommen, der Bezirksausschuss hat den Übergang ganz oben auf die Prioritätenliste gesetzt. Rheinberg wiederum, so Bürgermeister Hans-Theo Mennicken, stehe „Gewehr bei Fuß“. In der Vergangenheit hatten die Rheinberger die Gelder stets parat.

In Höhe Bendstege gibt es einen Übergang an einem Feldweg, der nur von einem Landwirt für den Viehtrieb genutzt wird. Hier soll ein Schlagbaum auf beiden Seiten aufgestellt werden, für den der Landwirt einen Schlüssel bekommen würde. Bevor er die Schienen überquert, müsste er sich per Telefon bei der Niag-Zugleitung melden. Sollte diese Lösung realisiert werden, entfiele auch an der Bendstege das Hupen. Die Niag ist dabei, Kontakt zu dem betroffenen Landwirt aufzunehmen.

Nichts tut sich vorerst am Bahnübergang Lohmühler Weg. Die Niag will das Gerichtsverfahren abwarten. Keine glückliche Situation, sagt Dr. Eva Hellmis. Für die Sprecherin der neuen Bürgerinitiative Niag Bahnlärm ist dieser Bahnübergang der mit der höchsten Brisanz und den meisten Unfällen. Insgesamt bewertet sie das Vorschlagspaket der Niag durchaus positiv, „jetzt kommt wenigstens alles in Gang.“ Auf der anderen Seite fehlten aber Aspekte. Zum Beispiel Reaktionen auf die Forderung der Anlieger, weder nachts noch am Wochenende zu fahren. Die Niag argumentiere, dass diese Fahrten notwendig seien, um zum Beispiel weiter entfernte Kraftwerke zu bedienen.

Angebote fürs Lärmgutachten

Kein Wunder, sagt Eva Hellmis. Kraftwerke im Saarland hätten zum Schutz der Bevölkerung genaue Vorgaben zu den Haldenhöhen. „Und wir müssen hier darunter leiden. In den nächsten Tagen wird sich etwas in Sachen Lärmschutzgutachten tun. Es liegen drei Angebote vor, die Bürgerinitiative trifft sich mit Stadt- und Niag-Vertretern noch in dieser Woche mit dem ersten Interessenten. Die Kosten für das Gutachten trägt die Niag.

 

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