Händeschütteln ist tabu

Ärzte halten eine Grippeimpfung für wichtig. Foto: Martin Oeser/dapd
Ärzte halten eine Grippeimpfung für wichtig. Foto: Martin Oeser/dapd
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Kreis Wesel.. Ein freundliches Händeschütteln gilt als Zeichen guter Manieren. Doch die nette Begrüßung kann in diesen Tagen zur Ansteckung mit Grippeviren führen.

„Eine gute Methode, das Risiko einer Infektion zu senken, ist regelmäßiges, gründliches Waschen“, klärt Thomas Kretzer, Pressesprecher der Apotheker im Altkreis Moers, auf. Ein guter Schutz sei aber auch, auf das Schütteln der Hände, zumindest in der virenstarken Zeit, zu verzichten.

Auch ein weiterer Tipp vom Apotheker mutet ungewöhnlich an. „Wer niesen oder husten muss, sollte auf keinen Fall seine Hände vor den Mund halten“, rät Kretzer. Der Gesundheit dienlicher sei es, die Armbeuge zu benutzen.

„Der Winter
ist noch lang“

Angekommen ist die jeden Winter drohende Grippewelle zumindest in Rheinberg jedoch noch nicht. „Momentan behandele ich überwiegend Erkältungsinfekte“, berichtet Günther Gollan. Grippepatienten hat er in seiner Praxis an der Bahnhofstraße bislang kaum. „Doch der Winter ist ja noch lang und gerade während der Karnevalstage breiten sich die Viren schnell aus“, weiß Gollan. Deswegen sei es jetzt durchaus noch ratsam, sich gegen Grippe impfen zu lassen, zumal der aktuelle Wirkstoff auch vor der Schweinegrippe schützt. Dies gelte vor allem für Risikogruppen, also Senioren, chronisch Kranke, medizinisches Personal und Menschen, die viel Publikumskontakt haben.

Dabei bleibe die klassische Grippe gefährlicher als das Schweinegrippe genannte H1N1-Virus. „Aus dem Thema Schweinegrippe ist zum Glück viel Hysterie verschwunden“, erläutert Gollan. „Da wurde mit Kanonen auf Spatzen geschossen.“ Fakt sei, dass der Krankheitsverlauf bei der Schweinegrippe meistens harmloser verlaufe, als bei der traditionellen Grippe.

 

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