Gedränge an der Tafel

Schülerinnen und Schüler des Amplonius-Gymnasiums in Rheinberg zeigen die Einsatzmöglichkeiten einer elektronischen Tafel. Foto: Bernd Lauter / WAZ FotoPool
Schülerinnen und Schüler des Amplonius-Gymnasiums in Rheinberg zeigen die Einsatzmöglichkeiten einer elektronischen Tafel. Foto: Bernd Lauter / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Rheinberg. Fünf Jahre noch, dann ist 2015. Jenes Jahr, in dem der Film „Zurück in die Zukunft 2“ spielt. Jenes Jahr, in dem es fliegende Autos, selbsttrocknende Kleidung und interaktive, elektronische Anzeigetafeln gibt.

Zugegeben, in den kommenden fünf Jahren wird es wohl nichts mehr mit den fliegenden Autos, aber immerhin die interaktiven Tafeln gibt es heute schon. So gesehen machte gestern das Amplonius-Gymnasium einen großen Schritt in Richtung Zukunft: Die Sparkasse am Niederrhein und der Verein der Freunde und Förderer überreichten Schulleiter Heinz Pannenbecker am Morgen eine dieser Tafeln.

Kein
Tafeldienst

Das „SmartBoard“, so der Name des neuen Gerätes, funktioniert komplett ohne Kreide und Schwämme. Vorbei sind die Zeiten, in denen Schüler mürrisch den Tafeldienst verrichten müssen.

Die elektronische Tafel wird an einen Computer angeschlossen. Dieser projiziert die Bilder aus speziellen Programmen, die für den Unterricht entwickelt wurden, mittels Videobeamer zurück auf die Tafel. Dank berührungsempfindlicher Sensoren können die Schüler nun darauf arbeiten: Vokabeln schreiben, geometrische Figuren zeichnen, im Geografie-Unterricht die Bundesländer als Puzzle zusammensetzen oder für den Biologie-Unterricht einen Frosch sezieren – all das ist am „SmartBoard“ möglich. Schulleiter Pannenbecker: „Das ist natürlich cooler für die Jugendlichen, als an der altmodischen Tafel zu stehen.“

Und tatsächlich: In Pannenbeckers Französisch-Klasse streiten sich die Schüler geradezu darum, wer an der Tafel stehen darf. Neben der gesteigerten „Coolness“ und der regen Teilnahme im Unterricht hat das neue Gerät aber noch weitere Vorteile: „Ich kann ein Tafelbild speichern und damit in der nächsten Stunde weitermachen. So muss ich nicht wieder von vorn anfangen und erst alles wieder anmalen.“ Außerdem können sich die Schüler die Tafelbilder als PDF künftig vom schuleigenen Server herunterladen.“

Die Kosten für das „SmartBoard“ belaufen sich auf 3000 Euro.

 
 

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