Früheres Schlecker-Geschäft eine „Schande für andere Inhaber“ in Rheinberg

Das ehemalige Schlecker-Ladenlokal in der Gelderstraße
Das ehemalige Schlecker-Ladenlokal in der Gelderstraße
Foto: NRZ
Die Immobilie an der Gelderstraße fällt in der Fußgängerzone sehr negativ aus dem Rahmen – und stört nicht nur Ulrich Hecker.

Rheinberg..  An und für sich ist die Gelderstraße ja ganz proper, wenn da nicht mittendrin ein schon seit fast drei Jahren leerstehendes Ladenlokal wäre. Und das veranlasste Ratsherr Ulrich Hecker, angesprochen von mehreren Rheinbergern, zu einer Anfrage in der Ratssitzung am Dienstag: Was ist eigentlich mit dem früheren Schlecker-Markt? Seine Meinung ist ganz klar: „Das ist eine Schande für die anderen Inhaber.“

Im Rat habe er mit diesem Vorstoß „breite Zustimmung“ gefunden, so Hecker. Auch die Verwaltung verwies darauf, dass man alles mögliche versucht habe – bislang aber erfolglos. Wenn im Rathaus Anfragen zu diesem Objekt kämen, leite man sie an den beauftragten Makler weiter. Und mit dem sei man auch im Gespräch über das Geschäft.

Daniel Hauck, Geschäftsführer von Immobilien Frey, ist der Makler, der sich um das Objekt kümmert. „Ich bin jetzt seit eineinhalb Jahren damit beauftragt, davor war ein Kollege seit der Schließung von Schlecker am 30. Juni 2012 tätig.“

Die Probleme mit der Vermietung haben laut Hauck mehrere Gründe. Die Eigentümerin, eine Frau aus Aachen, wollte ursprünglich zehn Euro Miete pro Quadratmeter haben. „Mittlerweile sind wir bei einem Kampfpreis von 4,90 Euro.“ Überlegt wurde auch eine Renovierung der Fassade. „Im Grunde ist aber eine Kernsanierung des Hauses nötig“, so Hauck.

Interessenten, die das Erdgeschoss mieten wollten (im restlichen Teil des Hauses sind vier Wohnungen vermietet), waren eine Tanzschule, was aber aus Schallschutzgründen nicht geht, ein Wettbüro wollte die Stadt nicht. Jetzt überlegt die Eigentümerin, sich komplett vom Objekt zu trennen und es zu verkaufen.

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