Freies WLAN bald auch in Rheinberg?

Draußen am Laptop zu arbeiten soll dank WLAN bald auch in Rheinberg möglich sein.
Draußen am Laptop zu arbeiten soll dank WLAN bald auch in Rheinberg möglich sein.
Foto: WAZ FotoPool
Auch in der Innenstadt soll möglichst schnell möglichst weiträumig ein kostenloser Zugang ins Internet ermöglicht werden.

Rheinberg.  Das ist wohl der Traum eines jeden Internetnutzers: surfen überall, dank WLAN ohne störendes Kabel. Und wenn das Ganze dann auch noch kostenfrei ermöglicht wird, kann man das eigene Datenvolumen für die Stellen aufsparen, an denen es keinen freien Internetzugang gibt.

Wird das bald auch in Rheinberg möglich sein? Norbert Nienhaus wäre darüber sehr erfreut: „Wir haben das Thema jetzt schon zum dritten Mal hier“, sagte der FDP-Politiker in der Sitzung des Ausschusses für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur. Er hoffte, dass „es zum Abschluss kommt. Wir sind im Umkreis von 80 Kilometern die einzige Kommune, die kein freies WLAN hat. Wann kommt das?“ Nienhaus vermisste auch das Mitnehmen der Händler in der Innenstadt bei diesem Thema.

Ernst Barten (Grüne) sprang Nienhaus bei. „Wir begrüßen das auch und sehen es als sehr dringlich an.“ Die Grünen versprechen sich vom freien Internet eine Verbindung mit einem Online-Marktplatz, einer Plattform für Händler vor Ort, so Barten.

Und Angelika Sand schloss gleich noch einen weiteren Wunsch an: freies WLAN auch in den Stadtteilen. Insbesondere in Orsoy sei das wegen der zentralen Unterbringungseinrichtung wünschenswert, erklärte die CDU-Ratsfrau. Bisher nutzten die dort untergebrachten Menschen den freien Internetzugang in der Nähe der Sparkassenfiliale.

Wirtschaftsförderer Thomas Bajorat berichtete von einer Veranstaltung Ende Oktober, bei der es um die Onlinepräsentation des Rheinberger Einzelhandels ging. Ein damit verbundener Shop, also die Möglichkeit, auch im Internet gleich einzukaufen, sei aber nicht möglich, da die Händler dafür nicht groß genug seien.

„Wir haben in der Stadtverwaltung das Thema freies WLAN eine Zeit lang zurückgestellt, weil die Volksbank die Freifunkinitiative vorantreiben wollte.“ Bei dieser Initiative stellen Privatleute oder Unternehmen einen Teil ihrer Internetbandbreite zur Verfügung. Nachteile dabei: Die eigene Surfgeschwindigkeit sinkt, und wer haftet falls mit Hilfe dieses Internetzugangs Schindluder getrieben wird, ist unklar – im Zweifelsfall wird der WLAN-Betreiber belangt.

Allerdings scheiterte das Freifunkprojekt. Deswegen griff die Stadt wieder ihre alte Initiative auf. Doch so einfach ist das nicht, schilderte Bajorat im Ausschuss. „Das Problem ist: Die Plattform soll für Präsentationen genutzt werden. Aber das dauert. Der Anbieter Mediartis sagte uns, dass die Plattform im August oder September stehen könne.“

 
 

EURE FAVORITEN