Finger weg von der Arktis!

Ingrid Lentzen und Alexander Oslislo von Greenpeace haben gestern in Rheinberg für den Schutz der Arktis demonstriert.
Ingrid Lentzen und Alexander Oslislo von Greenpeace haben gestern in Rheinberg für den Schutz der Arktis demonstriert.
Foto: WAZ FotoPool

Rheinberg..  Greenpeace will die Nordpol-Region vor Ölbohrungen schützen.

Weggeguckt hat so gut wie keiner. Auch in den letzten Tagen nicht. Fast immer, sagt der Sprecher von Greenpeace Niederrhein, Thorsten Schölzel, hätten Autofahrer gehupt, den Daumen hochgehalten oder sonstwie ihre Zustimmung signalisiert. Wie am Mittwoch in Rheinberg. Da protestierten Ingrid Lentzen und Alexander Oslislo an den Shell-Tankstellen an der Xantener Straße und an der Neuweide gegen Ölbohrungen des Konzerns in der Arktis.

„Shell - Raus aus der Arktis“ lautet die zentrale Forderung der Umweltaktivisten. Dabei handelt es sich um weltweite Kampagne zum Schutz der Arktis. Greenpeace sammelt Unterschriften, unter anderem haben Prominente wie Robert Redford und Penelope Cruz unterschrieben. Insgesamt sind laut Schölzel bereits knapp eine Millionen Unterschriften zusammengekommen. Die, so der Greenpeace-Sprecher, seien zum einen ein Druckmittel, um eine UN-Resolution zum Schutz der Arktis zu untermauern - wenn sich ein Staat gefunden habe, eine solche Resolution auf den Weg zu bringen. Zum anderen sollten die Unterschriften der ersten Million Unterzeichner im kommenden Jahr in einer speziellen Kapsel am Nordpol versenkt werden: „Als Mahnung, dass die Arktis Erbe der Menschheit ist und nicht dem Interesse einiger Großkonzerne geopfert werden darf.“ Der Startschuss in Deutschland für die Kampagne fiel am 23. Juni, hier beteiligen sich insgesamt 73 Greenpeace-Gruppen. Die niederrheinische Gruppe ist in diesen Tagen in der Region unterwegs.

Zehn Tankstellen hat Alexander Oslislo in den vergangenen Tagen abgeklappert, seine Transparente entrollt und Briefe an die Mitarbeiter verteilt. Die meisten hätten sehr verständnisvoll und freundlich reagiert, auch bei der Aktion in Rheinberg.

Langfristiges Ziel von Greenpeace ist, in der Arktis ein Schutzgebiet zu etablieren. Schölzel: „Wenn die Pläne nicht gestoppt werden, wird aus reiner Profitgier eine der letzten unberührten Regionen dieser Erde ruiniert.“ .

 
 

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