Eine Werkstatt für das neue Alpen

Marnix Vink, Chef der Agentur „Felixx Landscape“ aus den Niederlanden mit seinem Team zeigt, wo er die Verbesserungspunkte sieht.
Marnix Vink, Chef der Agentur „Felixx Landscape“ aus den Niederlanden mit seinem Team zeigt, wo er die Verbesserungspunkte sieht.
Foto: NRZ
Bürger und Profis diskutieren über die Umgestaltung des Ortskerns. Bei einer gemeinsamen Begehung wurden Ideen und Anregungen gesammelt.

Alpen..  Der Startschuss ist gefallen. Sechs namhafte Büros haben es in die Endrunde des Wettbewerbs der Gemeinde Alpen zur Umgestaltung des Ortskerns geschafft. Bürgermeister Thomas Ahls begrüßte alle Beteiligten zu einem ereignisreichen Tag. „Ich freue mich sehr über den Start des wichtigsten Vorhabens der Neugestaltung von Alpen“, so Ahls. „Dass das Thema so ein großes Interesse in der Öffentlichkeit hat, hat mich sehr positiv überrascht.“

Ansprüche der Bürger gefragt

Wie vorher versprochen, war am gestrigen Tag auch die Meinung der Bevölkerung gefragt. Zunächst präsentierten sich die einzelnen Wettbewerbsteilnehmer, also die Agenturen und Büros. Unter anderem die Mitglieder von „Felixx Landscape“ aus Rotterdam stellten sich den Fragen, Ansprüchen und Meinungen der Alpener Bürger. Um die 40 Alpener hatten schon vormittags den Weg ins Rathaus gefunden, um diese Chance zu nutzen. „Felixx Landscape“ hatte eine Karte im Ratssaal ausgelegt, mit den fraglichen Orten entlang der Burgstraße. Die Alpener sollten durch farbige Punkte kennzeichnen, was sie für Veränderungswünsche haben, welche Plätze oder Stellen ihnen eher ein Dorn im Auge und womit sie eigentlich ganz zufrieden sind. Bei einem gemeinsamen Rundgang durch Alpen gemeinsam mit den Planern des Wettbewerbs und Verantwortlichen aus der Politik konnten die Bürger direkt an Ort und Stelle ihre Fragen und Anregungen loswerden.

Hildegard Roggendorf, einer gebürtige Alpenerin, liegt vor allem der Bereich an der Alten Kirchstraße/Wallstraße am Herzen. „Für mich sind die drei B, Bäume, Blumen und Bänke, am wichtigsten“, so die 57-Jährige. „Da würde sich diese Platz besonders gut eignen, da dort viele Menschen auf ihre Kosten kommen würden.“ Denn neben einem Spielplatz seien das Altenheim und zwei Tagespflegen dort angesiedelt. „Da freuen sich doch alle über ein Stückchen Grün. Das gibt doch ein Stück Lebensqualität“, so Roggendorf.

Nach der Begehung hatten alle Beteiligten noch die Gelegenheit, sich im Ratssaal untereinander auszutauschen. Bürger konnte ihre Wünsche formulieren – die Wettbewerbsmitstreiter konnten sich Anregungen, Informationen holen, aber auch Tipps geben, was machbar ist und was nicht.

Walter Adams, Fachbereichsleiter für Bauen, Planen und Umwelt, der den Tag begleitet hat, hofft, dass durch die rege Bürgerbeteiligung am Ende ein rundes Ergebnis heraus kommt. Dieses wird von den Planungsbüros am 7. April vorgestellt.

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