Die Welt von oben

Die Gründungsmitglieder des ersten Multikopter-Vereins: Sascha Gediga, Björn Neuhaus, Stefan Füsers und Adam Pyschny (v.l.)
Die Gründungsmitglieder des ersten Multikopter-Vereins: Sascha Gediga, Björn Neuhaus, Stefan Füsers und Adam Pyschny (v.l.)
Foto: NRZ
In Rheinberg gründet sich gerade der erste Verein deutschlandweit für das Multikopter-Fliegen

Rheinberg.. Geh doch mal draußen spielen! Viele Jugendliche der „Generation Playstation“ müssen sich das von ihren Müttern anhören. Eine Möglichkeit beides miteinander zu verbinden, bietet der Sport mit so genanten Drohnen.

Der deutschlandweit erste Verein wird gerade in Rheinberg gegründet. Notariell beglaubigt stehen jetzt nur noch Formalitäten an. „Wir nennen sie aber lieber Multikopter, der Begriff Drohne ist durch die Medien sehr negativ belastet“, sagt Stefan Füsers, der mit 20 Freunden und Bekannten nun den Verein gründet, um das Hobby an Anfänger und viele andere Interessierte weiter zu reichen. „Wir gehen es, wie die meisten Multikopter-Fans, sportlich an“, sagt der 36-jährige Rheinberger. „Wir fliegen auf Wiesen, in leeren Hallen – weit weg von Wohngebieten.“

Stefan Füsers möchte mit dem Vorurteil aufräumen, dass Drohnen oder Multikopter vor allem zur Ausspähung missbraucht werden. „Dafür sind die Geräte, die zum Teil 160 Km/h fliegen, auch einfach zu schnell“, weiß der Experte. „Wir fliegen in maximal fünf Metern Höhe, und es geht um Geschicklichkeit, wenn die Multikopter durch und um Hindernisse fliegen.“

Jetzt haben die 20 Jungs den ersten Verein deutschlandweit aus der Taufe gehoben und hoffen auf regen Zuwachs. Neben technischem Geschick sollten Anfänger auch ein bisschen Interesse an Elektrotechnik mitbringen. Denn in der Regel werden die Multikopter selbst gebaut. „Anfangs ist es etwas schwierig die Steuerung zu erlernen“, sagt Stefan Füsers. „Aber wenn man das dann einmal drauf hat, ist es wirklich ein riesen Spaß.“ Mit der Videobrille auf der Nase und der Kamera am Fluggerät, komme man sich wirklich vor, als würde man fliegen. Der Preis für einen Multikopter liegt bei 500 bis 1000 Euro.

Weltweit gibt es mittlerweile auch Wettbewerbe, beispielsweise jetzt auf der Cebit in Hannover. Stefan Füsers betont immer wieder mit Nachdruck, dass es sich um ein rein sportliches Vergnügen handelt. „Menschen auszukundschaften liegt uns absolut fern, daher sind wir auch nur in Hallen oder auf abgelegenen Wiesenflächen aktiv“, betont Füsers. „Anderes wäre bei einer so hohen Geschwindigkeit auch gar nicht möglich.“ Gerne würde der Verein eine Grünfläche oder eine große Halle in Rheinberg oder Umgebung zum Training anmieten. „Bei uns kann sich jeder melden, der uns eine Fläche zur Verfügung stellen kann“, sagt Stefan Füsers. „Wir möchten durch die Vereinsgründung auch viele Jugendliche erreichen und in einer Gemeinschaft das Hobby voran treiben.“

Mitglieder gesucht

Der Verein ist gerade noch in der Gründungsphase. Nachwuchs ist aber nachdrücklich willkommen.

Die Profis beraten und schulen gerne. Weitere Informationen gibt es auf www.fpvirus.de oder www.fpv-ruhrgebiet.de.

 
 

EURE FAVORITEN