Die Regenbogenfische begeisterten die Eltern in Rheinberg

Nicht nur beim Abschlusstag des Ferienprogramms gab es viel Spaß.
Nicht nur beim Abschlusstag des Ferienprogramms gab es viel Spaß.
Foto: Peter Bußmann
70 Kinder aus sozial schwächeren Familien Rheinbergs erlebten viel Spaß und virtuellen Sonnenschein beim Abschlusstag des Sommerferienprogramms.

Rheinberg..  Gemeinsam hatten sie die erste Ferienwoche mit dem Sommerferienprogramm 2016 verlebt: 70 Kinder aus sozial schwächeren Familien Rheinbergs, denen das große Freiwilligenteam um Bernard Bauguitte von der Grafschafter Diakonie und Manuel Kutz vom Caritasverband viel Spaß und virtuellen Sonnenschein bei gemeinsamen Erleben vermittelten, unterstützt diesmal auch von Azubis der Volksbank Niederrhein.

Schon zum neunten Mal fand das Sommerferienprogramm statt, doch diesmal war es bunter, vielfältiger. Waren auch in den Vorjahren erstmals Kinder von Migranten dabei, so kamen die, die sich erst im vergangenen Jahr auf die abenteuerliche und gefahrvolle Flucht aus ihren Heimatländern machten, jetzt ins Haus der Generationen und fanden schnell zueinander. Aus 20 Ländern der Welt waren sie diesmal, alleine 15 Kinder aus der zentralen Unterbringungseinrichtung im ehemaligen Orsoyer Marienhospital waren dabei.

Ein babylonisches Sprachengewirr wäre es gewesen, hätte Jeder in seiner Heimatsprache gesprochen. Doch: Ob aus Syrien oder dem Irak, aus Marokko oder Tunesien, Eritrea, dem Kongo oder aus Afghanistan, sie verstanden sich alle recht schnell. Und Fred aus dem Kongo, der großen Puppe, hatte Bauguitte seine Bauchrednerstimme geliehen.

Samstag war der Abschlusstag, wo die quirlige Bande ihren Eltern zeigte, was sie für sie geprobt hatte wie zum Beispiel ein eigenes Musical „Regenbogenfisch“. Das hatten sie mit Stefan Büscherfeld, Katherina Pausch und Gaby Renk gemeinsam erarbeitet und schließlich als Krake, Tintenfisch, Seestern oder eben als bunter Regenbogenfisch unter Birgit Krämers ebenso buntem Regenbogen als Welturaufführung dargebracht.

Überhaupt war es in der Woche viel um Musik gegangen. „Wir haben viel Singen geübt“, lachte Bauguitte. „Wer nicht singen konnte, konnte ja summen“, scherzte er zur Sprachenvielfalt. „Musik ist eben international“, so Musiker Büscherfeld.

„Das ist eine echte Bereicherung“

Er war von der zurückliegenden Woche begeistert. „Wir können glücklich sein, eine solche Nationenvielfalt in Rheinberg zu haben.“ Und Renk ergänzte: „Das ist ganz, ganz toll. Das ist eine echte Bereicherung.“ Für Kinder, die in Rheinberg aufgewachsen sind, sei es sehr lehrsam, auch Kinder aus anderen Kulturkreisen wie hier beim gemeinsamen Spiel zu erleben. Einer aus der Crew der Erwachsenen brachte es aus den Punkt: „Das sind keine Ausländer. Das sind Kinder.“

„Wir machen die Stadt bunt“, hatte diesmal das Motto des Sommerferienprogramms gelautet. Ein reichhaltiges Programm, an das Bauguitte noch mal erinnerte, hatte die internationale Kindertruppe erlebt. Wie man erste Hilfe leistet, zeigten sie in einem kleinen Sketch. Gezeigt hatten es ihnen Experten des St.-Josef-Hospitals. Die Polizei hatte ein Fahrradtraining angeboten, der Heimatverein eine Stadtführung mit Eis für Jeden und ein Bouleturnier angeboten. Einen Tag lang konnten alle den Elvericher Hof in Wallach samt Tieren und gemeinsamem Picknick erkunden, vom Rheinberger Ortsverein der SPD gesponsort.

Wie immer brachte auch Malen viel Spaß. Künstlerin Birgit Krämer hatte mit den Kindern das Haus der Senioren bunt gemacht. „Die Sprache war gar kein Problem“, schmunzelte sie. „Es geht eben alles mit Händen und Füßen.“ Mit dem Samstag endete das Ferienprogramm wie immer mit gemeinsamem Grillen und gemütlichen Quatschen bei Salaten, Broten und diversen Getränke. Dabei kamen sich vor allem die Eltern näher, während die bunte Völkervielfalt der Kinder sich noch ein letztes Mal austobte.

 
 

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