Die Backmischung aus Rheinberg

Auf dem Solvay-Gelände soll auch Stärke für Lebensmittelmarkt hergestellt werden. Foto: Volker Herold
Auf dem Solvay-Gelände soll auch Stärke für Lebensmittelmarkt hergestellt werden. Foto: Volker Herold
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In der Mühlen- und Biogasanlage auf dem Solvay-Gelände soll auch Stärke für den Lebensmittelmarkt hergestellt werden

Rheinberg. Die Tendenz ist klar. Nicht einstimmig, aber mit Mehrheit dürfte in der nächsten Woche ein weiterer Schritt für die Mühlen- und Biogasanlage auf dem Solvay-Gelände auf den Weg gebracht werden. Dann, wenn der Rat über den Fortgang des Bebauungsplanverfahrens entscheidet.

Vor ungefähr einem Jahr hatten das Hünxer Unternehmen Soepenberg, das die Anlage bauen wird, und die Solvay die Pläne erstmals vorgestellt.

Die haben sich mittlerweile verändert, was beide Unternehmen so begründen: Sie seien sehr früh mit den Plänen in die Öffentlichkeit gegangen, um die Menschen zu informieren. Die Kehrseite der Medaille: In einer solch frühen Phase veränderten sich die Konzeptionen für Projekte eben noch. Das war auch bei allen Bürgerversammlungen immer erwähnt worden.

Die jüngste Änderung für das Großprojekt: In der Mühle soll künftig auch hochwertiges Getreide eingesetzt werden. Und zwar, um hochwertige Stärke zu erzeugen, die dann in der Lebensmittelerzeugung eingesetzt werden könne: zum Beispiel für Backmischungen, als Verdickungsmittel, bei Getränken etc. Die Mühle liefere aber nur die Zusatzstoffe, Lebensmittel selbst würden nicht in Rheinberg produziert.

Eingesetzt werden soll auch weiterhin minderwertiges Getreide. Wie genau das Verhältnis zwischen beiden Stoffen sein wird, kann zu diesem Zeitpunkt noch niemand sagen. Die Erfahrungswerte auf dem Stärkemarkt allgemein sehen so aus: 41 Prozent der erzeugten Stärke gingen in den Non-Food-Bereich, 59 Prozent in den Lebensmittelbereich.

 
 

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