Der Leerstand hat ein Ende

Carsten Kirchhoff, Susanne Huhn (beide BEG) und die Investoren Wolfgang und Eckhard Friese (v. l.) bei der Schlüsselübergabe. Foto:Roy Glisson
Carsten Kirchhoff, Susanne Huhn (beide BEG) und die Investoren Wolfgang und Eckhard Friese (v. l.) bei der Schlüsselübergabe. Foto:Roy Glisson
Foto: WAZ FotoPool
Seit gestern hat der Xantener Bahnhof einen neuen Besitzer. Das seit dem Jahreswechsel 2008/2009 teilweise ungenutzte Gebäude ist an den Xantener Fahrradverleih „Mobil-Fun X“ verkauft.

Xanten.  „Wir haben einen zuverlässigen Investor gefunden. Der Verkauf und das Nutzungskonzept sind mit der Stadt Xanten abgestimmt“, äußerte sich Carsten Kirchhoff, Projektleiter der Bahnflächen Entwicklungsgesellschaft (BEG), gestern sichtlich erleichtert. Denn der Bahnhof Xanten ist einer der letzten, der seitens der DB Station&Service AG nicht mehr benötigt und deshalb verkauft wird. Zu den entbehrlichen Bahnhöfen zählt auch die Station Millingen.

Der neue Besitzer, Wolfgang Friese, Inhaber des Fahrradverleihs „Mobil-Fun X“, will nach den fälligen Renovierungs- und Umbauarbeiten im kommenden Frühjahr vom Europaplatz in die Bahnhofstraße umziehen und den erfolgreichen Fahrradverleih hier weiter ausbauen. Geschäftsführer ist sein Vater Eckhard Friese. Der Xantener Bahnhof wird damit auch zum Zentrum für das flexible Verleihsystem „Niederrheinrad“.

Über den Kaufpreis hielten die Beteiligten gestern Stillschweigen. Sicher ist, dass die BEG den Mindestverkaufspreis mit 141 000 Euro ausgeschrieben hatte.

Derzeit ist das Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1954, das über eine Nutzungsfläche von 447 Quadratmetern verfügt, im Erdgeschoss in Teilen an eine Taxizentrale vermietet. Der Mietvertrag soll auch in Hinblick auf den Fahrkartenverkauf weitergeführt werden.

Neben dem Fahrradverleih will Wolfgang Friese die heute leerstehende Gastronomie im Bahnhof weiter betreiben. Die Außengastronomie ist unter dem Dach des heutigen Wartebereiches geplant.

Neue Wartezone für Fahrgäste

Damit entfällt der gleisseitige Grundstücksbereich, der derzeit noch als Wartezone für Fahrgäste genutzt wird, für den täglichen Bahnbetrieb. Deshalb will die Bahn eine neue Wartezone mit Sitzgelegenheiten, Windschutz und Fahrplanvitrinen auf dem Bahnsteig in der Nähe zur Bus-Wendeschleife einrichten.

 
 

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