Der Abfallkalender Rheinberg kommt gefälliger daher

Der neue Abfallkalender für Rheinberg
Der neue Abfallkalender für Rheinberg
Foto: NRZ
Frank Rumpp, stellvertretender Leiter des Dienstleistungsbetriebs der Stadt Rheinberg, sagt: „Wir haben das Deckblatt in einem anderen Material gewählt und auffällig bunt gestaltet.“

Rheinberg..  „Es ist keine Revolution, sondern nur eine Evolution“, so beschreibt Frank Rumpp, stellvertretender Leiter des Dienstleistungsbetriebs der Stadt Rheinberg (DLB) die neue Aufmachung des diesjährigen Abfallkalenders. „Wir haben das Deckblatt in einem anderen Material gewählt und auffällig bunt gestaltet.“ Diese Entscheidung habe man getroffen, da es in der Vergangenheit immer wieder zu dem Problem kam, dass der Abfallkalender häufig direkt im Altpapier gelandet sei und die Rheinberger nicht daran gedacht hätten, dass der Kalender als Leitfaden und Informationsgeber das ganze Jahr über gut zu gebrauchen sei. Den Grund sieht Frank Rumpp vor allem darin, dass bis jetzt einzig der eigentliche Kalender im Mittelteil bunt gestaltet war und der Rest aus unauffälligem Umweltpapier.

Durch den neuen Umschlag konnte der DLB auch neue Werbepartner gewinnen, so dass die Kosten der Herstellung und Verteilung weiterhin im Rahmen von rund 1 000 Euro gehalten werden konnten. „Sonst ist es eigentlich beim bekannten, klassischen Aufbau des Kalenders geblieben“, so Rumpp. Hinweissymbole weisen auf wichtige Neuerungen, Änderungen oder Einsparungstipps hin. „Natürlich sind die meisten Rheinberger mit unserem Konzept vertraut und möchten nicht jedes Jahr den kompletten Informationsteil lesen, daher sind die Symbole ein einfaches Mittel für die Bürger, alles Wichtige schnell zu erfassen“, sagt Rumpp. „Auf der anderen Seite haben wir im Gegensatz zu anderen Kommunen eine sehr differenziertes Müllsammelsystem und der Abfallkalender kann eine große Hilfe für Bürger, die neu nach Rheinberg gezogen sind, sein.“ Für Neuzugezogene ginge es einfach darum, das System einmal ganz grundsätzlich zu erklären.

Zudem würden die Bürger darüber informiert, durch welche Maßnahmen sie sich einen Bonus sichern können. Einsparen können zum Beispiel diejenigen, die sich an der städtischen Altkleidersammelaktion beteiligen, denn die Erlöse durch die Sammlung kommen den Rheinberger Bürgern über die Abfallgebühr zugute.

Dass die Stadt Rheinberg in Sachen Mülltrennung ihrer Zeit voraus ist, zeigt sich daran, dass es die Biotonne auf freiwilliger Basis bereits seit 1997 gibt. Erst seit dem 1. Januar diesen Jahres ist die Trennung biologischen Abfalls vom Gesetzgeber nun auch Pflicht. Da es bis jetzt jedoch noch keine konkreten Zielvorgaben gibt, wie viel Biomüll pro Kopf und Jahr in einer Kommune gesammelt werden muss, bleibt es in Rheinberg in diesem Jahr zunächst weiterhin bei der freiwilligen Anschaffung der kostenlosen Biotonne.

Auch die Wertstoffsammlung, die in Rheinberg im letzten Jahr in Form des Wertstoffmobils ins Leben gerufen wurde, sieht der Gesetzgeber erst in Näherer Zukunft vor. „Ein Wertstoffgesetz fehlt noch, aber dass es bald auf den Weg gebracht wird, steht außer Frage“, sagt Frank Rumpp. „Wir haben uns für die Form des Mobils entschieden, das auch schon im letzten Jahr von den Bürgern gut angenommen worden ist.“ Mitarbeiter des DLB kommen auf Wunsch der Bürger in die Haushalte und holen an Wertstoffen ab, was nicht mehr benötigt wird. Auch das lästige Raustragen von schweren Geräten wie zum Beispiel Kühlschränken oder Waschmaschinen falle, so Rumpp, für die Bürger dadurch weg. Denn das würde ebenso durch die Mitarbeiter des DLB erledigt. Dieser Service ist und bleibe selbstverständlich kostenfrei. Denn die Stadt möchte dadurch unter anderem verhindern, dass die Geräte vor der Tür auf der Straße landen, ausgeschlachtet werden und schlimmstenfalls als wilder Müll in der Natur landen.

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