„Das hat Vorbildcharakter“

Am Montag, 12.11.2012, besucht der Rheinische Präses und Ratsvorsitzender der EKD Nikolaus Schneider das Gemeindezentrum Grote Gert in Rheinberg. Foto : Markus Weißenfels / WAZ FotoPool
Am Montag, 12.11.2012, besucht der Rheinische Präses und Ratsvorsitzender der EKD Nikolaus Schneider das Gemeindezentrum Grote Gert in Rheinberg. Foto : Markus Weißenfels / WAZ FotoPool
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Präses Nikolaus Schneider war zu Gast in Rheinberg.

Rheinberg.  Für den Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Dr. Nikolaus Schneider, war es so eine Heimkehr, wie er sich ausdrückte, als er gestern zum Pfarrkonvent des Kirchenkreises Moers nach Rheinberg kam. Denn hier im Kirchenkreis bekam er 1977 seine erste Gemeindepfarrstelle, damals in Rheinhausen mit dem Kampf um den Erhalt des Hüttenwerkes, wurde 1987 zum Superintendenten gewählt. Seit 2003 ist er Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, die von Emmerich bis Saarbrücken reicht. Der Besuch in Rheinberg war aber auch ein Abschied: Im März scheidet Schneider als Präses aus.

Lobende Worte

So traf Schneider beim Pfarrkonvent, der Versammlung aller Pfarrer des Kirchenkreises Moers, der von Rheinhausen bis Alpen reicht, viele alte Bekannte. Der EKD-Ratsvorsitzende fand reichlich lobende Worte für das Engagement der Rheinberger Kirchengemeinde mit ihrem Haus der Generationen und dem seniorengerechten Neubau eines Wohnhauses am Annaberg. „Ich bin beeindruckt“, sagte er beim Rundgang und beim Besuch der benachbarten Tagespflege der Diakonie. „Toll!“ Der Präses war angetan von der räumlichen Nähe beider Häuser. „Das hat durchaus Vorbildcharakter. Was hier geschaffen wurde, ist schon etwas Besonderes.“ Nicht nur geistliche Angebote würden präsentiert, sondern der gesellschaftliche Zusammenhalt gefördert. „Ein ganz spannendes Projekt“, nannte es Pfarrer Otten. Das Haus der Generationen ist mit seinen vielfältigen Angeboten, vom Baby-Turnen bis zum Cafe Böhnchen, inzwischen Vorbild für andere Kirchengemeinden. Ein lobenswertes Engagement der ganzen Kirchengemeinde, fand Schneider. „Wir stoßen aber längst an unser Kapazitätsgrenzen“, so Otten. „Eigentlich müssten wir anbauen.“ Leider, so Otten, seien am Monatsende Fördergelder ausgelaufen. Wie es denn mit dem städtischen Engagement bei der Einrichtung bestellt sei, welchen Wert das Ehrenamt in Rheinberg hätte, wollte Schneider wissen und bekam zufriedenstellende Antorten: 10000 Euro gab es an Zuschüssen aus der Stadtkasse, über 200 Ehrenamtler engagierten sich. „Wir können das halten, was sich aufgebaut hat“, so Otten. „Wir werden die Türen offen halten können.“

Der Pfarrer kündigte fürs Frühjahr das nächste Projekt an, ein Demenzcafe. Was auch Ferdinand Isigkeit, den Superintendenten des Kirchenkreises, beeindruckte. Die Tagespflege der Diakonie hat bereits 45 Prozent Auslastung hat, wird bald den fünften Tag öffnen. „Im nächsten Jahr sind wir voll ausgelastet“, prognostizierte Dietrich Mehnert, Geschäftsführer der Grafschafter Diakonie dem Präses.

 
 

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