Bürgerbus kommt in Fahrt

Die Gründung des Bürgerbusvereins.
Die Gründung des Bürgerbusvereins.
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Gestern wurden die Gründungsunterlagen notariell beurkundet - der Verein kann nun ganz offiziell alle Vorbereitungen in die Wege leitenGestern wurden die Gründungsunterlagen notariell beurkundet - der Verein kann nun ganz offiziell alle Vorbereitungen in die Wege leiten

Rheinberg..  Unterschrieben und beglaubigt - die nächste Hürde in Sachen Bürgerbus ist genommen. Im Beisein von Bürgermeister Hans-Theo Mennicken fand nun die notarielle Beurkundung der Gründungsunterlagen des Bürgerbusvereins statt.

Kosten nicht ganz gedeckt

Zunächst wurde das Dokument vom Vorstand des Vereins unterschrieben dann schritt Notar Oliver Herlitz zur Tat. Und das ehrenamtlich - denn er spendete seine Beglaubigung dem gemeinnützigen Verein. Damit ist der Stein - oder eher der Bürgerbus - zwar ins Rollen gebracht, bis der Bus seinen Betrieb jedoch wirklich aufnehmen kann, wird es wohl noch eine Weile dauern. Denn federführend in allen Fragen ist zwar der Verein, an der Einrichtung eines Bürgerbusses sind aber auch noch andere Parteien beteiligt.

Der nächste entscheidende Termin ist die Ratssitzung am 9. Juli, denn dann wird der Rat darüber entscheiden, ob die Kommune etwaig entstehende Defizite übernimmt. Denn trotz ehrenamtlicher Fahrer und einem Landeszuschuss von 5 000 Euro im Jahr, sind die Fahrpreise durch Benzinkosten und Wartungskosten nicht ganz gedeckt. „Das ist aber eigentlich nur noch Formsache“, ist sich Vereinsvorsitzender Karl-Heinz Lochen ziemlich sicher, „denn das zeigten Signale aus vergangenen Ratssitzungen.“

Erst dann, wenn alle Rechtsfragen geklärt sind, kann der Bus bestellt werden. Der Bus wird zwar von der Niag gestellt, muss aber noch für seine Zwecke umgebaut werden. „Das kann dann schon gut acht Monate dauern“ befürchtet Karl-Heinz Lochen, „denn wir haben uns für einen Niederflurbus entschieden, damit auch Rollstuhlfahrer und Fahrgäste mit Handicap den Bus problemlos nutzen können.“ Dadurch entstehen weitere Kosten, die zwischen 20 000 und 25 000 Euro liegen.

Daher rechnen die Verantwortlichen mit einem offiziellen Startschuss erst mit Februar/März 2013.

Werbetrommel rühren

Die Zeit bis dahin soll aber nicht nutzlos verstreichen. Denn als eingetragener Verein kann dieser auch öffentlich auftreten und die Werbetrommel für sich rühren. Zwar haben mittlerweile 24 freiwillige Fahrer zugesagt, für den laufenden Betrieb ist das jedoch noch zu wenig. Daher hoffen Karl-Heinz Lochen und seine Mitstreiter auf viel ehrenamtliches Potenzial in Rheinberg, so dass der Kreis der Fahrer noch wächst. Das möchte der Verein über Mundpropaganda aber auch über das gezielte Ansprechen anderer Vereine, Einrichtungen und Gemeinschaften erreichen.

Spontane Unterstützung erhielt der Verein von Bürgermeister Hans-Theo Mennicken. Er versprach bei der gestrigen Beurkundung , dass er sich, nach seiner Pensionierung in zwei Jahren, auch vorstellen kann, gelegentlich als Fahrer auszuhelfen.

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