Barrierefreies Wohnen im Alter

Foto: Mendel

Rheinberg. Fußballstar Roque Santa Cruz baut an der Grote Gert ein Haus mit 15 seniorengerechten Wohnungen mit Stellplätzen.

Die Menschen werden immer älter. Überall. Auch in Rheinberg. Weil gleichzeitig die Geburtenraten deutlich niedriger als in vergangenen Jahrzehnten sind, vergreist die Gesellschaft. Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung nimmt die Zahl der Menschen über 80 in den kommenden 20 Jahren um 60 Prozent zu.

In Rheinberg soll die Zahl der Senioren, so die Erwartung der evangelischen Kirche und der Stadt, von derzeit 18 auf 48 Prozent steigen.

Zum 1. April bezugsfertig

Kein Wunder also, dass der Bedarf an seniorengerechtem Wohnraum hoch ist und weiter steigt. Gut beraten ist da also Roque Santa Cruz, der einst für die Münchner Bayern stürmte und inzwischen in der spanischen Liga Tore schießt. Der Fußballer legt seine Millionen an und baute in Neukirchen-Vluyn bereits eine Seniorenwohnanlage, „in der es noch nie Leerstand gab“, wie Günter Ache, Wirtschaftsberater aus Vluyn und in dieser Eigenschaft mit Santa Cruz bekannt, jetzt im evangelischen Gemeindezentrum berichtete.

Direkt neben das Mehrgenerationenhaus der Gemeinde am Annaberg, das Grundstück wurde extra dafür verkauft, lässt Investor Santa Cruz nun auf drei Etagen 15 barrierefreie Wohnungen und eine Tagespflege bauen.

An der Informationsveranstaltung zum Projekt nahmen rund 40 Senioren, teilweise mit Unterstützung aus Familie oder Freundeskreis, rege teil.

Bezugsfertig sind die Wohnungen voraussichtlich zum 1. April. Dann stehen drei Wohnungstypen zur Verfügung. Typ 1 mit 69 qm und zwei Zimmern sowie Typ 2 und 3 mit 77 bzw. 83 qm und je drei Räumen. Zu jeder Wohnung wird es einen Stellplatz und einen Platz im Wäscheraum geben, wie es sie auf jeder Etage geben wird. „Im Haus gibt es viele kommunikative Flächen“, zeigte sich Pfarrer Udo Otten von der Planung überzeugt. „Nach dem Grundstücksverkauf haben wir zwar aus wirtschaftlicher Sicht nichts mehr mit dem Vorhaben zu tun, doch wir sind emotional stark beteiligt“, erläuterte Otten. Deshalb war die Kirchengemeinde auch in den Planungsprozess eingebunden.

Die interessierten Senioren stellten schließlich aber so viele Fragen, in denen es um fehlende Radschuppen, die Nebenkosten, die Farbgestaltung oder um die Frage ging, ob eine offene Küche tatsächlich die beste Lösung ist, dass Ache und Otten gemeinsam vorschlugen, dass demnächst das fertige Objekt in Vluyn besichtigt werden soll.

 
 

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