Auf den Schienen wird es leiser

Rheinberg-Vierbaum..  Jörg Schmiegelt, Eisenbahnbetriebsleiter der Niag, war Gast in der jüngsten Sitzung der Bürgerinitiative (BI) Niag-Bahnlärm.

Er informierte die Mitglieder über den derzeitigen Stand der Lärmreduktion und der Sicherung der Bahnübergänge im Bereich Bendstege, Siedlerweg, Lohmühler Weg und Baerler Straße. „Wir haben alles für die Sicherung der Bahnübergänge beantragt“, sicherte Jörg Schmiegelt zu. Jetzt komme es nur noch auf die Stadt Duisburg an, die sich an der Sicherung des Bahnübergangs an der Baerler Straße beteiligen müsse. „Ich habe gehört, dass die Gelder in Duisburg für die Sicherung dieses Bahnübergangs noch nicht freigegeben sind.“

Vier Bahnübergänge in einem Rutsch

Die Niag will nämlich alle vier Bahnübergänge in einem Rutsch sichern. Jörg Schmiegelt rechnet damit, sobald auch die Duisburger im Boot sind, dass die Niag Ende des Jahres mit den Arbeiten beginnt und das Projekt im Frühjahr 2014 abschließt. Die Niag übernimmt einen Teil, die Städte Rheinberg und Duisburg beteiligen sich. Am Bahnübergang Lohmühler Weg könnte bekanntlich eine Lichtanlage installieret werden.

Jörg Schmiegelt berichtete, dass in Sachen Geräuschreduktion derzeit viel geschehe. „Die Züge fahren nur noch maximal 35 Kilometer pro Stunde“, so der Eisenbahnbetriebsleiter. Die Züge sind mit Registriergeräten ausgestattet. „Fährt ein Lokführer zu schnell, kriegen wir das mit“, betonte er. Wer zu schnell fahre, werde ermahnt.

Das Unternehmen macht derzeit auch Testfahrten mit vollen und leeren Güterzügen. Um den Lärm weiter zu reduzieren würden unter anderem Schwellen ausgetauscht, Schweißnähte auf den Schienen geschlossen und das Gleisbett begradigt. Einige Loks will der Verkehrsbetrieb Loks mit leiseren Bremsklötzen, den so genannten Kompositbremssohlen ausrüsten, die leiser als Gusssohlebremsen sind, so Jörg Schmiegelt. „Das alles dauert natürlich seine Zeit, aber wir sind auf dem Weg. Auch wir wollen das Thema im Sinne der Betroffenen vom Tisch haben.“

Neben den Gesprächen mit dem Verkehrsbetrieb hat die Bürgerinitiative Niag-Bahnlärm gemeinsam mit Sonja Helmich vom Fachbereich Stadtentwicklung und Bauordnung der Stadt, Stichpunkte für ein Lärmgutachten ausgearbeitet. Die Initiative will sich mit den jetzt vorhandenen Daten noch mal mit der Niag an einen Tisch setzen, um die Inhalte des Gutachtens abzustimmen. „Dann werden wir drei Lärmgutachterbüros anschreiben“, sagt Dr. Eva Hellmis, die Sprecherin der Initiative.

 

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