Altes Rathaus wird zum Tatort

Rheinberg..  Der Trägerverein Altes Rathaus Rheinberg hatte bereits vor Wochen sich und seine Ziele vorgestellt: Das alte Gebäude soll wieder eine Begegnungsstätte von und für die Rheinberger werden.

Viele Menschen erreichen

Darüber hinaus haben sich die Mitglieder im Rahmen des 25. Niederrheinische Radwandertages etwas Besonderes ausgedacht. „Es ist eine tolle Möglichkeit, viele Menschen auch außerhalb Rheinbergs zu erreichen und auf das Alte Rathaus aufmerksam zu machen“, sagt Ludger Jackowiak vom Trägerverein. „Aber auch Einheimische kennen das Alte Rathaus entweder gar nicht, oder nur aus früheren Zeiten.“ Zum einen, so Jackowiak, lädt der Verein Besucher und Radler zu einer Stärkung ein – Kuchen, belegte Brötchen, Sekt, Bier und Limonade stehen bereit – zum anderen habe sich der Verein extra ein Programm für die Besucher an diesem Tag ausgedacht. „Wir haben das alte Rathaus komplett als Tatort inszeniert“, verrät Jackowiak. „Teilweise sehr skurril und kurios.“

So begegnen die Besucher regelmäßig Hubert Knobel – dem Kommissar, der Unterstützung braucht. Für diese Figur hat übrigens Herbert Knebel höchstpersönlich sein Einverständnis gegeben. Es soll ein Spaß für die ganze Familie werden. Auch die Rheinberger Polizei beteiligt sich an dem Aktionstag und erscheint mit einem Streifenwagen am Rathaus.

Wahr oder falsch

„Ich selbst schlüpfe in die Rolle eine Spurensicherers, die Aktion ist natürlich mit einem Augenzwinkern zu sehen“, sagt Ludger Jackowiak. Es sei dennoch eine schöne Möglichkeit, den Verein um das Alte Rathaus in den Mittelpunkt zu rücken und besonders den Rheinbergern zu zeigen, welche Schätze, welch eine Geschichte sich hinter den alten Mauern verbirgt. Große und kleine Rheinberger können ihr Wissen um ihre Stadt in einem (Lügendetektor-) Test „Wahr oder Falsch“ überprüfen.

Sowohl der Eintritt, als auch die Bewirtung sind frei. Über eine Spende zum Erhalt und Ausbau des früheren Stadtmittelpunktes freuen sich die Mitglieder natürlich. „Unser Wunsch ist es, dass der frühere Kern der Stadt auch heute noch geschätzt wird“, betont Ludger Jackowiak. Gastronomie, Kultur und Tourismus – das einstige Rathaus soll zukünftig vielen Ansprüchen gerecht werden – daran arbeiten die Vereinmitglieder schon länger. „Unser größter Wunsch ist es, dass die Rheinberger ihr altes Rathaus wieder entdecken.“

Kiosk im Erdgeschoss

Das nächste geplante Projekt ist ein „Rheinberg-Kiosk“ im Erdgeschoss. Rheinberger Artikel und Andenken für Touristen, aber auch eine Anlaufstelle für Fahrradtouristen, die Ideen für die weitere Route am Niederrhein benötigen. Nach wie vor ist das Alte Rathaus immer noch ein beliebter Ort für unvergessliche Momente. Ob Hochzeiten, Feiern, Aufführungen – Interessenten können sich immer gerne melden. Mit zwölf Euro im Jahr können die Rheinberger das Projekt unterstützen.

 
 

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