Alpener FDP drängt auf Einsparungen

Alpen. Ehe der Rat am Donnerstag, 16. April, um 18 Uhr, den Haushalt für dieses Jahr verabschiedet, wird er sich mit dem großen Sparwillen der kleinsten Fraktion auseinandersetzen müssen. Die FDP will nicht nur den Ansatz für den Architektenwettstreit zur Gestaltung des Bereichs Alte Kirchstraße/Wallstraße auf 25 000 Euro halbieren. Das liberale Doppel schlägt außerdem vor, die Investitionen zur Sanierung der anfälligen Wasserspiele „Neue Ley“ am Rathaus sowie Brunnen am Dahlacker komplett zu streichen. Ersparnis: 53 000 Euro. Kein Pappenstiel zwar, aber angesichts eines Haushaltsloches von fast 2,5 Millionen Euro eher ein Tropfen auf den heißen Stein.

Letzte Chance für das Kunstwerk

Dennoch. Die Liberalen sind nicht die Einzigen, die sich über die Wasserspiele ärgern. Bürgermeister Thomas Ahls hatte zuletzt im Haupt- und Finanzausschuss eingeräumt, dass die vorgesehenen 33 500 Euro ein letzter Versuch seien, das nett gedachte Kunstwerk Neue Ley dicht und algenfrei zu machen. Er dachte laut über eine „Bepflanzung“ des Wasserlaufes nach.

Die FDP hält nach zehn Jahren auch die Zeit für gekommen, das „triste Dasein“ des Brunnens am Dahlacker zu beenden. Es sei nach den vergeblichen Bemühungen in der Vergangenheit nicht garantiert, dass die geplanten Änderungen von Erfolg gekrönt seien.

Der Rat wird zudem fünf Mitglieder aus seinen Reihen in den Aufsichtsrat der neuen Gesellschaft Energieversorgung Alpen (EVA) entsenden. Die Gelsenwasser AG als privater Partner hat drei Sitze, neben Bürgermeister Thomas Ahls sind CDU (3), SPD und Grüne (je 1) vertreten. Die FDP geht leer aus.

Zudem steht die Schließung der Förderschule Xanten-Sonsbeck-Alpen zum 1. August 2016 und damit verbunden die des Zweckverbandes auf der Tagesordnung. Der überwiegende Teil der Schüler der Engelbert-Humperdinck-Förderschule wird bereits jetzt an den allgemeinen Schulen mit Unterstützung von Sonderpädagogen unterrichtet. Die Zahl der Schüler ist auf 26 gesunken.Damit erfüllt die Schule bei Weitem nicht mehr die Vorgaben zur erforderlichen Mindestschülerzahl.

Letztes gemeinsames Schuljahr

Gemeinsam mit den am Schulverband beteiligten Kommunen, der Bezirksregierung Düsseldorf und dem Schulamt des Kreises Wesel wurde in Abstimmung mit den Schulen vereinbart, dass die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 das letzte Schulbesuchsjahr 2016/2017 an der S´Grooten-Schule Sonsbeck zusammen im Unterricht absolvieren können.

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