Alle für ein Ziel

Die frisch gewählte Spitze der Initiative: Beisitzer Burkhard Schmidt, Vorsitzende Dr. Eva Helmis, Jürgen Hartmann für Rheinberg, Kassenwartin Ingrid Kostkowski und für Baerl Helmut Gawel.
Die frisch gewählte Spitze der Initiative: Beisitzer Burkhard Schmidt, Vorsitzende Dr. Eva Helmis, Jürgen Hartmann für Rheinberg, Kassenwartin Ingrid Kostkowski und für Baerl Helmut Gawel.
Foto: WAZ FotoPool
Im Schwarzen Adler wurde die Bürgerinitiative Niag-Bahnlärm gegründet. Rund 100 Bürger füllten Mitgliedsanträge aus

Rheinberg-Vierbaum..  Dass Gemeinschaften stärker sind, wenn es darum geht seine Interessen zu wahren, wissen auch die Mitglieder der neuen Bürgerinitiative Niag-Bahnlärm. Deshalb kamen auch gleich an die 100 Bürger zur Gründungsversammlung der Initiative in den „Schwarzen Adler“. In der konstituierenden Gründungssitzung wurde nicht nur der Name der Bürgerinitiative festgelegt, sondern auch der Vorstand gewählt sowie die Ziele der Bürgerinitiative definiert. Zur Vorsitzenden wurde Dr. Eva Hellmis gewählt, die die Gründung überhaupt erst ins Rollen gebracht hatte. Helmut Gawel wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden für die Rheinberger bestimmt, kümmert sich um die drei Rheinberger Bahnübergänge. Jürgen Hartmann ist ebenfalls stellvertretender Vorsitzender und vertritt die Duisburger Betroffenen. Kassenwartin ist Ingrid Kostkowski.

Die aus der Taufe gehobene Initiative steckt zwar noch in den Kinderschuhen, arbeitet aber bereits auf Hochtouren. Der neue Vorstand hat sich viele Ziele auf die Fahnen geschrieben. Bereits in den vergangenen Wochen habe Eva Hellmis viel erreicht, mit der Niag gesprochen, die Gesprächsbereitschaft signalisiert haben soll. Primäres Ziele der Initiative sei die Sicherung der drei Rheinberger Bahnübergänge Bendstege, Siedlerweg, Lohmühler Weg und des Baerler Übergang auf der Baerler Straße. Zusätzlich sei eine Verringerung der Lärm- und Vibrationsemmission ein wichtiges Ziel.

Vor allem versuche die Initiative eine Reduzierung oder sogar ein Abstellen der Wochenend- und Nachtfahrten zu erreichen. Aber auch die Verringerung der Zuggeschwindigkeit strebe der Vorstand mit seinen Mitgliedern an. Nicht auf der Liste stand ein Umweltgutachten. Eine Bürgerin regte an, ein solches Gutachten erstellen zu lassen. Einmal im Jahr solle die Niag entlang der Bahnlinie Pestizide versprühen, um eine Überwucherung zu verhindern. Das geschehe auch im Bereich des Trinkwasserschutzgebietes. Der Punkt kam sogleich auf die Liste.

Bereitschaft signalisiert

Die Niag habe Bereitschaft zur Kooperation signalisiert, erarbeite ein Konzept, wie sie mit der Thematik umgehe. Hinsichtlich des Bahnübergangs auf der Baerler Straße habe die Niag bereits positive Signale gezeigt. Der gesamte Bahnübergang müsse saniert werden, wie Hellmis schilderte. Zum einem seien im Bereich des Bahnübergangs Gehwege geplant, zum anderen solle eine Halbschranke angebracht werden.

Die Kosten dafür lägen bei 200 000 bis 300 000 Euro. Beteiligt an der Maßnahme seien das Land, die Städte Rheinberg und Duisburg sowie die Niag. Könne einer seinen Teil nicht direkt bezahlen, sei die Niag bereit, den Betrag vorzustrecken.

 

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