Alexander Knörr ist Mister Ufo

Alexander Knörr hat bereits neun Bücher publiziert
Alexander Knörr hat bereits neun Bücher publiziert
Foto: WAZ FotoPool
Auf die fliegenden Untertassen wird der Buchautor Alexander Knörr gerne reduziert. Dabei findet der Xantener seine Forschung über längst vergangene technische Hochkulturen viel spannender.

Xanten..  Das, was nicht so leicht zu erklären ist, Phänomene, die man gesehen haben muss, um sie zu glauben, Mythen, die viel mehr sind als nur Märchen – das ist Alexander Knörrs Ding. Alte Kulturen aufstöbern, Ungewöhnliches entdecken und schließlich hinterfragen. Das macht der heute 42-Jährige schon seit seiner frühsten Kindheit. Was mit alten Burg-Ruinen und purer Neugierde anfing, entwickelte sich zum Lebensinhalt. Neun Bücher, Romane und Sachbücher hat der Wahl-Xantener bereits geschrieben, über längst vergessene Zeiten und ihre Spuren, aber auch über die Sichtungen unbekannter Flugobjekte, kurz UFO, und die Möglichkeit, fremder Lebensformen. Er hält Vorträge, absolviert Fernsehauftritte und ist Vorsitzender der Deutschsprachigen Gesellschaft für UFO Forschung, der Degufo.

Die Pyramiden und Stonehenge

„Während andere in die Disco gegangen sind, habe ich lieber gelesen“, Alexander Knörr ist 16 als er seine Liebe zu Büchern entdeckt, schon als kleiner Junge interessiert er sich für das Alte, klettert auf Ruinen und macht sich Notizen. Ein Buch von Erich von Däniken über die „Astronauten-Götter“ zieht den jungen Knörr in seinen Bann. Der Beginn seiner Suche nach dem Rätselhaften? Der heutige Archivar weiß es nicht genau, er war eben schon immer neugierig.

Ursprünglich stammt Knörr aus einer Schausteller-Familie, sie reisten umher, doch die Mutter bringt ihre Kinder jeden Morgen zur Schule in den Heimatort, Neustadt an der Weinstraße in Rheinland-Pfalz, „manchmal waren es 250 Kilometer“, erzählt Knörr. Erst in seiner Jugend werden die Eltern sesshaft. Mit 18 Jahren macht er sich selbstständig, unterhält Dienstleistungsbetriebe. Doch das Rätselhafte lässt ihn nicht los. Mit der Volljährigkeit kommen die Reisen, er arbeitet, verdient Geld und investiert es wieder in Fernreisen, rund um die ganze Welt, um Spuren des Außergewöhnlichen zu entdecken. Alexander Knörr stellt sich fortan einer Frage: Gab es bereits früher technische Hochkulturen? Techniken, die entweder mit unserer vergleichbar oder sogar weit darüber hinaus gegangen sind? Möglich sei es, schließlich würden auch unsere heutigen Errungenschaften verschwinden, würden sie gut 1000 Jahre nicht gepflegt werden, erklärt Knörr. Er verweist auf Phänomene wie Stonehenge in England, auf Augenzeugenberichten vor tausenden von Jahren, die bereits über „fliegende Wagen“ berichteten, auf die Pyramiden.

Ein Spinner? Das hat Knörr nicht nur einmal gehört, aber er ignoriert solche Kommentare, steht darüber. Er weiß aber auch, „wenn ich mit den Leuten vernünftig rede, dann halten sie mich auch nicht für verrückt.“ Alexander Knörr möchte sich und seine Arbeit seriös verkaufen, schließlich schwadroniert er nicht nur daher, er forscht und präsentiert Fakten. Er recherchiert nicht vom Schreibtisch aus, er fragt vor Ort, redet mit Archäologen, durchstöbert Archive und macht sich auf die Suche nach Literatur. Für sein Buch „Hagar Qim - Rätsel um die Insel Malta“ besucht er achtmal die Mittelmeer-Insel und stößt auf die sogenannten Cart Ruts, Karrenspuren. Doch für einfache Überbleibsel einstiger Karren seien die Spurrillen zu tief, zu präzise und schlicht: nicht möglich. Sieben Jahre geht er dem Rätsel nach, entdeckt weitere Spuren in ganz Europa und schreibt schließlich alles nieder.

Kurz bevor sein erstes Buch 2007 erscheint, wird der junge Autor Mitglied in der Degufo, Knörr hängt sich rein. „Ich möchte etwas bewegen, damit sich in der Forschung auch etwas tut“, sagt er. 2007 gehört Knörr zum Vorstand. „Zwangsläufig kam ich dann auch mit Ufos in Berührung.“ Sein Hauptthema sei das aber nicht, auch wenn ihn viele lediglich mit kleinen, grünen Männchen in Verbindung bringen würden. Dabei geht es der UFO-Gesellschaft um mehr, sie beschäftigt sich mit Sichtungen unbekannter Objekte - zigarrenförmig, dreieckig, rund. Alexander Knörr hat schon alles gehört. „Wir gehen den Augenzeugenberichten danach und liefern eine Erklärung. Wir suchen nicht nach Außerirdischen, wir wollen aufklären“ Bei rund fünf Prozent der Sichtungen sei das jedoch nicht möglich: Objekte, die in Zickzack-Bewegungen über die Erde fliegen, ganze Maschinen, die Menschen gesehen haben wollen.

Der Vorsitzende erinnert sich an einen besonderen Bericht, dabei unterhält er sich mit einem ehemaligen US-Airforce-Piloten, der in Ramstein stationiert war. „Sie sahen über der Air Base ein großes dreieckiges Gebilde, sie bekamen die Anweisungen, es zu verfolgen.“ Doch das Objekt war schneller, die zuständige Militärpolizei verpflichtete die Soldaten, kein Wort über darüber zu verlieren. „Aber irgendwann hatte er Vertrauen zu mir.“

Alexander Knörr möchte nicht spekulieren, „ich möchte einen Ansporn geben, selbst nachzudenken.“ Dass wir im Universum nicht alleine sind, daran würden schließlich mittlerweile die meisten glauben. Und genügend Hinweise gebe es auch, „man muss nur mal über den Tellerrand schauen.“

 
 

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