Aktiv und gut betucht

Der Platz ist in Betrieb: v.l.: BM Thomas Ahls, Ortsvorsteherin Karin von der Horst und Platzwart Wolfgang Kottwitz. Foto: Markus Joosten
Der Platz ist in Betrieb: v.l.: BM Thomas Ahls, Ortsvorsteherin Karin von der Horst und Platzwart Wolfgang Kottwitz. Foto: Markus Joosten
Foto: WAZ FotoPool
Der neue Stellplatz für Reisemobile soll zum Wirtschaftsfaktor für Alpen werden. Der Platz liegt in unmittelbarer Nähe zur so genannten „Motte“, einem hügeligen Überrest des ehemaligen Herrschaftssitzes.

Alpen. „Jetzt müssen nur noch viele Reisemobile kommen“, hat Bürgermeister Thomas Ahls gestern gesagt und anschließend das rotweiße Band zum nagelneuen Stellplatz für Reisemobile durchschnitten. Ab sofort können gleichzeitig elf Reisemobile das Gelände vor den Toren Alpens ansteuern. Die gestrige Eröffnung stand im Rahmen der „Niederrheinischen Reisemobiltage 2012“.

Der Platz liegt in unmittelbarer Nähe zur so genannten „Motte“, einem hügeligen Überrest des ehemaligen Herrschaftssitzes. Der geschotterte Platz findet sich an der Burgstraße im Grünen und verfügt über großzügig eingerichtete Stellflächen, zwei Stromsäulen mit jeweils vier und acht Anschlüssen, eine Wasserzapfstelle und eine Entsorgungsstation für die Campingtoilette.

7,50 Euro pro Tag

Die Kosten pro Tag und Reisemobil betragen 7,50 Euro. Darin sind die Kosten für Strom, Müll und Schmutzwasserentsorgung bereits enthalten. Übernachten dürfen nur Wohnmobillisten, die eine eigene Toilette mitbringen. Wohnwagen und Camper mit Zelten sind nicht zugelassen.

Mit dem eigenen und von der Gemeinde betriebenen Reisemobilstellplatz will die Kommune an einen Trend anknüpfen, der sich in den vergangenen Jahren zum Boom entwickelt hat: „In zehn Jahren hat sich die Zahl der Wohnmobilisten verdoppelt“, sagt Theo Dammertz, der selbst drei Reisemobilhäfen am Niederrhein betreibt und die Ausstattung für das Gelände in Alpen geliefert hat. Ein Grund für den Trend zum Haus auf Rädern ist die demografische Entwicklung. Die mobilen Urlauber sind meist aktive und gut betuchte Senioren. Der durchschnittliche Wohnmobiltourist gibt pro Tag und pro Person rund 49 Euro am Reiseziel aus und wechselt den Standort für die Übernachtung häufig.

Der neue Stellplatz in Alpen kann so zum Wirtschaftsfaktor werden. Schließlich liegt der Ortskern nur wenige Gehminuten entfernt. Die Gemeinde wirbt schon mal: „Hier bieten die unterschiedlichsten Geschäfte und Boutiquen ein mannigfaches Angebot. Gemütliche Gaststätten, Cafes und Restaurants laden zum Verweilen ein.“ Nun warten alle darauf, dass sich der neue Platz in der Szene der Wohnmobillisten herumspricht.

 
 

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