Zwei Moerser Schüler wollen das Fliegen sicherer machen

Julian Braun (l.) und Max Overlack reichten ihre Idee zum „Preflight Check 2.0“ beim Wettbewerb Airbus ein.
Julian Braun (l.) und Max Overlack reichten ihre Idee zum „Preflight Check 2.0“ beim Wettbewerb Airbus ein.
Foto: Pottgiesser
  • Am Donnerstag geht es nach Berlin zum Ideen-Wettbewerb des Flugzeugherstellers Airbus
  • Die Sieger werden unter elf Teams aus dem ganzen Bundesgebiet ermittelt
  • Beide Schüler hatten am Gymnasium Rheinkamp das Fach Forschen und Entwickeln belegt

Moers..  Ganz schön pfiffig, die beiden Schüler der Jahrgangsstufe EF am Gymnasium Rheinkamp: Nur durch Zufall stolperten Julian Braun (15) und Max Overlack (15) im Internet über einen Ideenwettbewerb des Flugzeugherstellers Airbus. Schöne Preise winkten, wie beispielsweise 3000 Euro für den ersten Platz. Da könnte man doch mal mitmischen, dachten sich die zwei – und das taten sie dann auch. Von Donnerstag bis Samstag ist das Duo auf Einladung von Airbus in Berlin zur Preisverleihung.

Im Museum für Technik

Der Wettbewerb „Ideenflug“ finde jährlich statt, wie Julian berichtet. Und diesmal habe man statt zehn sogar die elf besten Gruppen eingeladen. Im Museum für Technik sollen die Teams ihre Vorschläge einer Jury vorstellen. „Dabei geht es um Verbesserungen aller Art, die mit dem Flugverkehr zu tun haben“, schildert Max. Die Konzepte der Teilnehmer seien jedoch auch vorab eingesendet worden.

Auf der Suche nach einer geeigneten Idee stießen die beiden Moerser Schüler auf das Thema Alkohol und Drogen im Cockpit. „Wir lasen dazu Zeitungsartikel, auch der Verkehrsminister sah das Thema schon als wichtig an und forderte Kontrollen, wie wir recherchieren konnten.“

Ziel ist ein Sicherheitsgewinn für Crew und Passagiere

Entsprechende Schlagzeilen und Berichte fügten die beiden Schüler ihrer Dokumentation bei. Unterm Strich ergibt sich laut ihrem Konzept ein Sicherheitsgewinn für die Crew, die Passagiere und die Allgemeinheit.

Kern der Idee: „Im Cockpit sollen Alkohol- und Drogenmessgeräte eingebaut werden. Während des Checks kurz vor dem Start machen Pilot und Copilot diese Tests. Dann dauert es einige Minuten, bis die Proben ausgewertet sind.“ Wenn das Messgerät grünes Licht gebe, könne die Crew starten. Am sichersten sei es dabei, wenn die Bremse des Flugzeugs erst dann gelöst werden könne, wenn die Messgeräte dies signalisierten.

Die Arbeit am Konzept dauerte zwei Monate

Zwei Monate dauerte die Fertigstellung des Konzeptes. Erblich seien sie beide zwar nicht vorbelastet. Aber beide Schüler haben einen Hang zur Technik. „Und an der Schule hatten wir das Fach Forschen und Entwickeln. Da haben wir mit der Gruppe auch am Wettbewerb Jugend forscht teilgenommen“, erklärt Max. Und Julian weiß auch schon, was er werden will: Maschinenbau-Ingenieur.

Was die beiden machen, wenn sie tatsächlich einen der Preise gewinnen, wissen sie noch nicht. „Mal sehen. Wir haben ja auf eigene Faust teilgenommen und sind keine Schulgruppe. Daher wissen wir nicht genau, wer den Preis dann entgegennehmen darf...“

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