Wo Autos sprechen können

Am Samstag trafen sich Fans der TV-Serie „Knight Rider“ mit ihren umgebauten Autos in Moers. Foto: Bernd Lauter / WAZ FotoPool
Am Samstag trafen sich Fans der TV-Serie „Knight Rider“ mit ihren umgebauten Autos in Moers. Foto: Bernd Lauter / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Moers.. Auf dem Parkplatz des Café del Sol trafen sich die „Knight-Rider“Fans mit ihren K.I.T.T.-Nachbauten aus ganz Deutschland.

„Er kommt: Knight Rider - Ein Auto, ein Computer, ein Mann.“ So beginnt das Intro der populären Krimi-Action-Serie „Knight Rider“ aus den achtziger Jahren mit David Hasselhoff als charmanter Frauenheld Michael Knight und dessen sprechendem Wunderauto K.I.T.T. Am Samstagvormittag war zwar nicht David Hasselhoff in Moers, wohl aber gleich mehrere „seiner“ K.I.T.T.-Wagen.

Okay, sie kamen nicht wie im Film im Auftrag der Foundation für Recht und Verfassung, um gegen Unrecht und Verbrechen zu kämpfen. Von fahrenden Rittern hatten sie aber schon etwas. Denn es war wieder einmal soweit: „Knight Rider“-Fans aus beinah ganz Deutschland reisten, samt ihren originalgetreu umgebauten K.I.T.T.-Autos zum Parkplatz des Cafe del Sol, Rheinberger Straße 20, um ihre aufwendigen Replika zu präsentieren.

So kamen einige aus Rheinland-Pfalz und ein anderer sogar aus Thüringen angereist. Verabredet hatten sich die Auto-Freunde in einem Internet-Forum, worauf es nun sogar zu einer Vereinsgründung kam.

Ausgehend von einem Pontiac, haben die Fans in meist jahrelanger Eigenarbeit und mithilfe von Freunden den Umbau zum sprechenden Wunderauto K.I.T.T. vorgenommen, da die alten amerikanischen Wagen besonders vorsichtig zu behandeln sind. Darüber hinaus ist es ein sehr kostspieliges Hobby, „da man für einen guten und kompletten Nachbau inklusive Innenausbau etwa 30 000 Euro rechnen kann“, so Andreas Winkler, Besitzer eines der originalgetreusten Nachbauten und Betreiber der Internet-Seite myKITT.de. Dieser Preis ist verständlich, bedenkt man nur ein paar der eingebauten Elemente: ein Scanner in der Front des Wagens, ein neues Lenkrad, zahlreiche Lichter und die damit verbundene zusätzliche Elektronik im Innenraum sowie die Installation eines „Car-PC‘s“ zur Wiedergabe der typischen Aussagen des K.I.T.T.‘s. Inzwischen versuchen ein paar der Fahrer ein System zu entwickeln, das mithilfe eines Mikrofons sogar auf eingehende Stimmen reagiert.

Related contentZudem muss beim gesamten Umbau besonders darauf geachtet werden, dass alle verwendeten Teile verkehrskonform angebracht werden und sie keine Gefahr für den Fahrer oder andere Verkehrsteilnehmer darstellen. Besonders interessant, ist bei den Nachbauten ebenso, dass keine Replika gleich ist, weil jeder der Hobby-Mechaniker versucht, auch seine eigenen Ideen sichtbar umzusetzen.

Die Motivation hinter der ganzen Arbeit, ist bei allen die Gleiche: die Erfüllung eines Kindheitstraumes. „Bereits als kleiner Bub war ich von dem schwarzen Auto aus der Serie begeistert und mir war klar: so einen möchte ich später auch mal haben“, schwärmt einer der Fahrer.

 
 

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