Wieder totes Schaf auf Krefelder Weide - Polizei hat Pferderipperin in Verdacht

Gabi Gies
Im Naturschutzgebiet Hülser Bruch in Krefeld wurde ein erstochenes Schaf gefunden. Der aktuelle Fund weckt Erinnerungen an die Pferderipperin. Steckt der aktuelle Fall in Zusammenhang mit der Serie von Tiertötungen im Mai und Juni? Mehreren Zeugen war auch diesmal wieder eine junge Frau aufgefallen.

Krefeld. Die Fahndung läuft auf Hochtouren: Nachdem Zeugen am Samstag gegen 17.30 Uhr auf einer Weide am Hülser Bruch in Krefeld erneut ein erstochenes Schaf entdeckten, sucht die Krefelder Polizei derzeit fieberhaft nach dem 17-jährigen Mädchen, das seit Juni als Hauptverdächtige in sieben Fällen von Tierquälerei gilt.

Mehrere Zeugen gaben an gesehen zu haben, wie sich eine junge Frau vom Tatort entfernt habe. Polizeihauptkommissar Friedrich Nauen bestätigte auf Anfrage, dass die 17-Jährige tatverdächtig sei. Die Polizei habe das Mädchen nicht zu Hause angetroffen, die Eltern hätten nichts zu einem möglichen Aufenthaltsort gesagt. Ob die 17-Jährige identisch mit jener jungen Frau ist, die bei dem toten Tier gesehen wurde, stünde noch nicht fest.

Niemand dachte, dass von 17-Jähriger noch eine Gefahr ausgeht

Die mehrwöchige Serie der blutigen Attacken auf Tiere in Krefeld und Moers hatte für große Aufregung und Angst gesorgt – zwei Tiere waren geköpft, drei weitere durch Stiche schwer verletzt worden. Das 17-jährige Mädchen hatte sich zunächst als Zeugin gemeldet, geriet dann aber als mögliche Täterin in das Visier der Ermittler. Auf ihrem Handy fand sich das Foto eines Bekennerschreibens zusammen mit einem abgetrennten Schafskopf. Gegenüber der Polizei hat das Mädchen bislang lediglich zugegeben, die Köpfe abgetrennt zu haben.

Noch im Juni hatten Polizei, Jugendamt und Familie es für ausgeschlossen gehalten, dass von dem Mädchen weiterhin Gefahr ausgeht. Ob gegen mögliche Auflagen verstoßen wurde, dazu will die Krefelder Polizei laut Nauen am Montag nähere Auskunft geben.