Wichtig: Arbeit mit den Menschen

Moers.  Am Freitag, 15. April, 10 Uhr beginnt in der Begegnungsstätte Haus am Schwanenring 5 der Nachbarschaftstag 55+. Hinrich Kley-Olsen, der Initiator des Tages und Leiter der Begegnungsstätte, erklärt im NRZ-Interview mit Redaktionsleiter Matthias Alfringhaus die Hintergründe.

Warum laden Sie gerade jetzt zu einem Nachbarschaftstag ein?

2009 war ich mit verantwortlich für die Nachbarschaftstage 55+ in Meerbeck und Mattheck/Josefsviertel. In Meerbeck gibt es seitdem das interkulturelle Nachbarschaftsnetzwerk 55+ und in Mattheck/Josefsviertel ist das Nachbarschaftshaus Annastraße aktiv. Als neuer Leiter seit gerade einem Jahr möchte ich die Chancen der Beteiligung der Menschen im Stadtteil auch für die Weiterentwicklung unserer Begegnungsstätte in Hülsdonk nutzen und damit ja auch den Interessen der Stadt Moers entsprechen, die uns für eine moderne innovative Seniorenarbeit fördern.

Was verstehen Sie unter innovativer Seniorenarbeit?

Der vielleicht für manche sperrige Begriff soll einfach heißen, keine Seniorenarbeit FÜR ältere Menschen zu machen, die nur konsumiert wird, sondern immer wieder solche erneuernden und aktuellen Angebote zu entwickeln und das MIT den Menschen vor Ort, die den Interessen älter werdender Menschen entsprechen und in denen sie sich ernst genommen fühlen und sie dadurch dann eventuell auch gerne mitgestalten.

Was soll der Nachbarschaftstag leisten?

An dem Tag können sich die Menschen im Stadtteil Hülsdonk wünschen, was sie denn schon immer mal machen wollten, welche Freizeitangebote sie sich wünschen und mit anderen unternehmen und erfahren wollen, das durchaus im wörtlichen Sinne. Die gesammelten Wünsche werden zusammengetragen, es finden gleichgesinnte Menschen zu Gruppen zusammen und man kann sich verabreden, wie man das gewünschte Angebot mit Unterstützung der Begegnungsstätte organisieren kann.

Welche Entwicklungen in Hülsdonk bereiten Ihnen Sorge?

Berichte von älteren Menschen, die zu Hause vereinsamen und keinen Zugang zu anderen Menschen und alternativen Netzwerken finden, wie man es ja in der Begegnungsstätte aber auch den Vereinen vor Ort finden kann. Schützen-, Sportverein und andere sind auch schon aktiv beim Augenmerk auf soziale Probleme in ihren Reihen und gemeinsam in einem Netzwerk können wir für Hülsdonk viel bewegen, wobei unsere Räume sich als Treff- und Knotenpunkt anbieten.

Bei der Begegnungsstätte sind Sie mit der Stadt in einem Wirksamkeitsdialog. Was bedeutet das und wofür ist es gut?

Die Stadt finanziert Begegnungsstätten und möchte damit gewahrt wissen, das diese sich an innovativen und sozialpolitisch aktuellen Entwicklungen und Bedürfnissen von Menschen im Stadtteil orientieren. Das halbjährliche Gespräch ist ein Dialog zur Wirksamkeit unserer Einrichtung und Anregung zur Weiterentwicklung.

 
 

EURE FAVORITEN