Werbering Neukirchen-Vluyn trotz allem zuversichtlich

Der Gechäftsführer des Werbering Markus Meyer.
Der Gechäftsführer des Werbering Markus Meyer.
Foto: Ulla Michels

Neukirchen-Vluyn..  Die Kanal-Baustelle an der Andreas-Bräm-Straße hat die nächste Etappe erreicht. Aus Richtung der Niederrhein-Allee ist die Straße nun bis zur Volksbank an der Ecke zur Poststraße wieder befahrbar. In dieser Hinsicht habe man Glück gehabt, dass es keinen richtigen Winter gab, sagt Markus Meyer. Die Arbeiten gingen planmäßig voran. Der Geschäftsführer des Werberings weiß gleichwohl um die Sorgen und Nöte seiner Mitglieder. Begeistert ist keiner der dort ansässigen Geschäftsleute von der notwendigen Sanierungsmaßnahme.

„Insbesondere wer auf Laufkundschaft angewiesen ist, merkt, dass der Durchgangsverkehr nicht mehr so stark ist“, sagt Meyer. „Bitter ist das auch für den Modellbauladen, der gerade im Dorf eröffnet hat.“ Zu diesem kämen viele ortsunkundige auswärtige Kunden, die sich erst mal zurechtfinden müssen. Andere Geschäfte versuchen, ihren Kunden durch kreative Lösungen für die Zeit der Bauphase einen extra Service zu bieten.

Wahre Existenzsorgen habe ihm gegenüber zwar noch niemand geäußert, aber schwierig ist es für die Gewerbetreibenden natürlich allemal. Insofern freut sich Werbering-Geschäftsführer Meyer darüber, dass die Stadt versuche zu helfen, wo es geht. Der Werbering hatte Anfang des Jahres alle ansässigen Firmen angeschrieben und zwei Hinweisschilder anfertigen lassen, mit Hilfe derer die Kunden auch über die Umleitung zu den Läden finden. Die Schilder sind an der Niederrheinallee aufgestellt worden. Der Baubetriebshof sorge dafür, dass sie immer gut freigeschnitten sind, sagt Meyer.

Mit Blick auf die Verhandlungen für das Gelände des Erziehungsvereins äußert er sich zuversichtlich. Sollte sich dort tatsächlich in absehbarer Zeit ein Nahversorger ansiedeln lassen, profitiere das ganze Dorf davon, ist sich Meyer sicher. „Für den Werbering ist klar Prio 1 das Dorf“, unterstreicht er. „Dann kann man auch gerne über Niederberg sprechen.“ Womöglich ein winziger Seitenhieb auf das aktuelle Nahversorgungskonzept, in dem die Ansiedlung eines Vollsortimenters mit nun insgesamt rund 2600 qm auf Niederberg eine zentrale Bedeutung zukommt? Wenigstens erhofft sich Meyer nach der Sommerpause Antworten von der BBE Handelsberatung GmbH, die das Konzept erstellt hat.

Für die Übergangsphase sei das Frischemobil im Dorf eine sehr gute Sache, betont Meyer. Es gebe auch Neuansiedlungen wie den Küchentreff. Für ihn bleibt die Hoffnung, dass die Kanalbauarbeiten weiterhin zügig weitergehen, so dass Ende 2016 auch unter den Straßen des Dorfes Ruhe herrscht.

 
 

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