Werbering möchte die Parkplätze nicht opfern

Neukirchen-Vluyn.  Der Werbering Neukirchen-Vluyn lehnt den jüngsten Vorschlag der Fraktion der Grünen ab, für einen Radweg im Vluyner Ortskern Parkplätze an der Niederrheinalle zu opfern. „Der Einzelhandel ist auf Parkplätze angewiesen“, sagt Markus Meyer, Geschäftsführer des Werberings. „Und für die von den Plänen der Grünen betroffenen Parkmöglichkeiten direkt vor den Geschäften gilt das in besonderem Maße!“ Gegen einen Wegfall werde man sich vehement wehren.

Die Grünen möchten den Vluyner Ortskern für Radfahrer besser erschließen und heikle Stellen entschärfen – dem Ziel als solchen könne sich der Werbering durchaus anschließen, heißt es in einer Mitteilung. „Ein Ortskern sollte für alle Verkehrsteilnehmer gut und möglichst bequem zu erreichen sein“, sagt Markus Meyer. Es müsse aber überlegt werden, wie dies ohne Einbußen bei den Parkplätzen möglich sei, denn jeder Parkplatz bedeute Umsatz für den örtlichen Einzelhandel.

Der Einzelhandel in kleinen Zentren wie Vluyn sei heute extrem von der Erreichbarkeit per Auto abhängig. „Die Kunden stimmen hier mit den Füßen ab – oder eigentlich mit den Reifen“, meint Meyer. Sei die Parksituation nicht gut, erledige man seinen Einkauf eben an anderer Stelle oder lasse sich die Waren gleich vom Versand nach Hause liefern. Auch der künftige Einzelhandel auf Niederberg werde mit zahlreichen Parkmöglichkeiten versehen sein. „Hier darf Vluyn keinesfalls ins Hintertreffen geraten“, betont der Werbering-Geschäftsführer.

Jan-Christian Schneider sieht das ähnlich. Der Fotohändler aus Vluyn ist stellvertretender Vorsitzender des Werberings und arbeitet im Stadtmarketing-Arbeitskreis Vluyn an der Entwicklung des Ortsteils. „Wenn sich Vluyn als Zentrum mit vielfältigen Geschäften und gut ausgebauter Nahversorgung präsentiert, dann gerade auch, weil es mit dem Auto gut zu erreichen ist und man oft sogar direkt vor den Geschäften parken kann“, sagt Schneider.

Der Einzelhandel stünde heute aus verschiedenen Richtungen stark unter Druck – wer den Bürgern die guten Einkaufsmöglichkeiten in Vluyn erhalten wolle, dürfe die Voraussetzungen dafür nicht untergraben. „Wir vom Werbering“, unterstreicht Jan-Christian Schneider, „wünschen uns jedenfalls, dass Vluyn so lebendig bleibt wie es ist.“

 
 

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