Weltpremiere im Kulturzimmer in Neukirchen-Vluyn

Montag, 15,02.2016, Neukirchen-Vluyn, Eröffnung des Kulturzimmers im Dorf Neukirchen. Im Bild: vl Ouday al Abtah, Samer Dadaki, Azad Mohammed, Mohamad al Shokor. Foto: Christoph Karl Banski / FUNKE Foto Services
Montag, 15,02.2016, Neukirchen-Vluyn, Eröffnung des Kulturzimmers im Dorf Neukirchen. Im Bild: vl Ouday al Abtah, Samer Dadaki, Azad Mohammed, Mohamad al Shokor. Foto: Christoph Karl Banski / FUNKE Foto Services
Foto: Christoph Karl Banski / FUNKE Fo
Der neue Raum neben dem Arbeitszimmer ist am Montag feierlich eröffnet worden. Dazu gab es Tee, lobende Worte udn richtig schöne Musik.

Neukirchen-Vluyn..  Es war nicht weniger als eine Weltpremiere, die die Besucher erlebten, die gestern zur Eröffnung des neuen Kulturzimmers im Dorf Neukirchen gekommen sind. Mohamad al Shokor, Masa Abtah, Ouday al Abtah, Samer Dudaki und Azad Mohammed boten feinste, einfühlsame, arabische Musik. Zwei Stücke über den Verlust der Heimat und die Sehnsucht danach hatte das Quintett für diesen Nachmittag vorbereitet.

Mit Hilfe seines Sohnes Frederik hat Konrad Göke die Band zusammengestellt, die mit der Sarz, der Dabruka, Gitarre und Gesang heimatliche Klänge darboten, die auch den Landtagsabgeordneten und integrationspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Ibrahim Yetim, begeisterten.

„Das waren Heimatklänge für mich, das war toll, es hat Spaß gemacht, zuzuhören“, lobte Yetim. Damit haben die zugereisten Musiker einen Eindruck von dem geboten, was künftig im Kulturzimmer gemacht werden soll.

Konrad Göke wird im Auftrag der Grafschafter Diakonie – Kirchenkreis Moers die musischen Fähigkeiten verschiedener Kulturen an diesem Ort zusammenbringen.

„Kultur verbindet, Musiker brauchen keine Sprache, die nehmen ihr Instrument und verstehen sich“, betonte auch Ibrahim Yetim, der darüber hinaus seine Dankbarkeit dafür äußerte, dass in Neukirchen-Vluyn dieses Zimmer der Begegnung geschaffen wurde.

Ihm sei bewusst, dass Stadt, Land und Bund vor einer riesigen Herausforderung stehen, sagte Yetim. Man müsse die Menschen unterstützen auf ihrem Weg in die Gesellschaft und dürfe nicht die gleichen Fehler machen, die man zu jener Zeit gemacht habe, als seine Eltern in das Land kamen. Es gehe darum, Wege und Horizonte zu öffnen und Chancen zu zeigen.

Genau das ist jetzt möglich im neuen Kulturzimmer, das durch eine Spende der Günter und Elfriede Motz Stiftung eingerichtet wurde und in dem es auch ein Klavier gibt. Konrad Göke betonte, wie wichtig es sei, einen Ort zu schaffen, zu dem die Menschen gerne kommen. Der Geschäftsführer der Diakonie, Rainer Tyrakowski-Freese, habe die Idee gehabt und ihn seinerzeit gebeten, einen Ort zu schaffen, an dem der kulturelle Reichtum der zugereisten Menschen mit den Fähigkeiten, die hier zu finden sind, zusammenzuführen sei. Das Kulturzimmer als Teil des Quartiersmanagement wird montags und mittwochs zum Frauenzimmer, in dem Flora zum Hofe die Organisation inne hat.

Freitag und Samstag wird der Raum zum Spielzimmer und ab nachmittags ebenso zum Musikzimmer. Einiges von dem, was hier einstudiert wird, soll auch bei anderen Gelegenheiten zu hören und zu sehen sein.

 
 

EURE FAVORITEN