Weiterer Ärger um die Nau-Bauten

Neukirchen-Vluyn..  Mit dem Abrechnungsproblem der Nau-Immobilien werden die Beteiligten wohl noch etwas länger beschäftigt sein. Und: Es wird vermutlich für alle Beteiligten kein Vergnügen. Zuerst bezichtigte der Mieterschutzbund die Stadt, sie habe am Amsel- und Drosselweg zu Unrecht Überschüsse bei den Pfändungen erwirtschaftet. Jetzt werden die Mieterschützer, die bis zum 1. August für das Treuhandkonto zuständig waren, von dem die laufenden Kosten bezahlt wurden, selbst verklagt.

Der jetzt auch für die Objekte am Amsel- und am Drosselweg eingesetzte Zwangsverwalter Dr. Andreas Röpke kündigt mit Blick auf die Nau-Immobilien am Vluyner Nordring, am Kiefernweg und Terniepenweg, für die er seit längerem ebenfalls als Zwangsverwalter eingesetzt ist, rechtliche Schritte an. „Die Klage ist raus“, sagte Röpke der WAZ. Er habe den Mieterschutzbund auf Abrechnung des Treuhandkontos verklagt. Zu den Objekten am Amsel- und Drosselweg könne er noch nicht so viel sagen, dort müssten zunächst die Unterlagen sortiert werden. Röpke: „Es muss überprüft werden, ob Unregelmäßigkeiten vorliegen – bei den Altobjekten liegt der Verdacht nahe.“ Bei den besagten Altobjekten hat sich der Zwangsverwalter auch vom Mietverwalter getrennt. Dr. Andreas Röpke ist seit 2009 – zum Teil mit Unterbrechungen – für die Zwangsverwaltung der Immobilien am Nordring, am Kiefernweg und am Terniepenweg zuständig.

Der Geschäftsführer des Mieterschutzbundes, Peter Heß, bekräftigt seine Meinung, die Stadt handele unsachgemäß. Wenn die Pfändungen ohne rechtliche Grundlage seien, werde das Geld vom Zwangsverwalter zurückgefordert. Heß: „Es ist ständig nachvollzogen worden, wo kommen die Einnahmen her, wo gehen die Ausgaben hin.“

Über die Summe der ausstehenden Schulden von Otmar Nau sowie über die Ursache der Lücke auf dem Konto bestehen Meinungsverschiedenheiten zwischen Mieterschutzbund und Stadt.

 

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