Voller Spaß voraus im Hexenland

Mühsam rüberhangeln, reinfallen, aber im dritten Jahr geschafft: So kann’s gehen beim Leiterhangeln.
Mühsam rüberhangeln, reinfallen, aber im dritten Jahr geschafft: So kann’s gehen beim Leiterhangeln.
Foto: WAZ FotoPool

Issum. Die vierte Auflage der „Hexenland-Games“ bot wieder viel Spiel und Spannung.

Paul Hagmans, Geschäftsführer des ausrichtenden Vereins „Exitus Esters“, gibt einen Überblick: „Wir haben neun neue Spiele dabei, elf gibt es insgesamt. Leiterhangeln über dem Wasserbassin und Bungee-Running dürfen einfach nicht fehlen.“

Und dann gibt es noch das Wasserbombenspiel, bei dem kleine Ballons mit einem dicken Holzhammer getroffen werden müssen. Das klingt nicht schwierig, aber: Beste Trefferquote sind zehn Ballons in zehn Minuten. Nur fünf schafft „Der harte Kern“ vom TC Sevelen. Teamkapitän Marcel Waldmann fasst es nicht: „Was war da los? Aber die Gruppenspiele gewinnen wir alle!“

Melken ist auch im Angebot, allerdings mit Wasser. „Wir haben dazu hier eine Kuh aufgebaut“, präsentiert Hagmans ein Holzmodell. „Das geht ganz schön in die Finger!“, weiß ein älterer Zuschauer.

Pümpeltennis sieht wie der kommende Volkssport aus. Durch Ringe muss mit Pümpeln ein Handball hin und her geschlagen werden. Für Carolin Hoeps mit ihren Teamkolleginnen vom „KK Engelinilies“ war dies nicht der Hauptpunktelieferant. „Man macht das nicht nur fürs Gewinnen“, nimmt sie das Spiel ganz locker, „sondern um mit den Freunden zusammen Spaß zu haben!“

Knifflig: Eine fünf Meter lange Kordel mit zwei Beißringen, in der Mitte ist an einem kurzen Band ein Golfball angeknotet. Zwei Spieler müssen den Golfball so schwingen lassen, dass er andere Bälle von Kegelspitzen schlägt.

Hauptsache beim Wettbewerb: „Witzig wie jedes Jahr!“

Ruhige Hände gefragt: Unter zwei lose zusammengestellten Hölzern hindurch müssen lange Bambusstangen hin- und hergereicht werden. „Das ist fast das schwerste Spiel“, sind sich Andreas Tissen, Dustin Sauelt und Tim Dykmans von den „Flying Pins“ einig. Aber die Hauptsache am Wettbewerb ist: „Witzig wie jedes Jahr!“

Aus Geldern ist Thorsten Bär mit Familie gekommen. „Wir wollten uns das mal ansehen. Und das ist gut hier, alle haben Spaß.“ Jürgen Gatz­weiler vom Exitus Esters aus Sevelen fotografiert das sportliche Treiben. „Die besten Motive gibt’s natürlich immer beim Leiterhangeln am Wassergraben.“ Hier glänzt Anke Wittek vom Team Chicken Run mit toller Technik: „Im ersten Jahr mühsam rübergehangelt, im zweiten reingefallen, im dritten hat’s geklappt.“ Die Waden über die Leiter gehakt und mit den Händen ruckzuck rübergezogen.

Rik Spütz vom Titelverteidiger Juventus Urin steht in einer Spielpause vor der Großbildleinwand. Gerade läuft Niederlande – Dänemark an. Als gebürtiger Holländer hofft er auf einen 3:0-Sieg. Pech gehabt!

Beim Bungee-Running warten als Zuschauer Marcel Schäfer mit Töchterchen Marie, 17 Monate, auf dem Arm auf Mama Marcella. Die hätte gern mehr Punkte geholt. „Echt anstrengend! Aber beim Strohballenrennen waren wir richtig gut“, ist sie trotzdem zufrieden.

Bernd und Marion Radicke aus Sevelen spazieren gemütlich über den Platz. „Das sind fähige Leute“, finden sie. „Die vom Exitus Esters haben das wieder toll organisiert.“

Um 20.30 Uhr, vor Public Viewing und Open-Air-Party, gibt es die Siegerehrungen: 1. DLRG-Jugend-Friends, 2. Die Beton-Chirurgen, 3. Juventus Urin, 4. Bad Boys, 5. Eskalationsteam, 6. Team Stuttgart, 7. Amelandlager, 8. KK Engelinilies, 9. Die sieben glorreichen Acht und auf Platz 10 der KSC Wilde 13. Teilgenommen haben 36 Teams.

 
 

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