Verkehrskonzept für die Innenstadt

Alice von der Laden

Moers.  Das Konzept des Shared Space ist zur Zeit in aller Munde. Dabei handelt es sich um eine Verkehrslösung, bei der Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer gleichberechtigt sind und sich untereinander eigenständig arrangieren müssen. Ob sich dies in der Moerser Innenstadt realisieren ließe, wurde am vergangenen Samstag während einer Informationsveranstaltung des Quartierforums Moers beim SCI mit dem Mobilitätsberater Jörg Thiemann-Linden diskutiert. Shared Space soll Straßen im Innenstadtbereich für Fußgänger zu­gänglicher machen, dabei aber den Autoverkehr nicht beeinträchtigen.

Dazu werden verkehrsberuhigte Bereiche geschaffen, die allen Verkehrsteilnehmer gleichberechtigten Zugang erlauben. Beim Quartiersforum informierten sich rund 30 Bürger über die mögliche Veränderung der Innenstadt. „Die Stadt lebt von den Fußgängern. Die sollen sich so frei wie möglich bewegen können“, erklärt Thiemann, der mit dem Quartierforum am Shared Space Konzept für Moers arbeitet.

Während seiner Präsentation stellte der Mobilitätsberater andere europäische Innenstädte vor, in denen das Shared Space-Konzept bereits funktioniert, nannte unter anderem den Bereich in Duisburg zwischen Oper und Mercatorhalle, wo bereits seit mehreren Jahren eine Begegnungszone zwischen Fußgängern und Autofahrern funktioniert. „Wer noch nicht da war, sollte sich das auf jeden Fall mal ansehen“, lobte ein Zuhörer.

Sechs Projekte laufen in Duisburg erfolgreich, und dies soll auch in Moers bald Realität sein. Das Moerser Konzept soll die Verbindung zwischen Altstadt und Bahnhof verschönern. Die Informationsveranstaltung zeigte eine Zukunft für die Innenstadt, von der die Besucher alle überzeugt schienen.