Und der Bergmannschor singt die Marseillaise

Gute Laune bei der Generalprobe (v. l.): Wolfgang Thoenes (Stadt Moers), Marita Pfeiffer (Industriedenkmal-Stiftung NRW), Frederik Göke, Armin Huber (Stiftung Natur, Heimat, Kultur) und Konrad Göke sowie die Gruppe „Heimatlos“ und die Ballettcompagnie des Musiktheaters im Revier mit dem Jazztrio VAX.
Gute Laune bei der Generalprobe (v. l.): Wolfgang Thoenes (Stadt Moers), Marita Pfeiffer (Industriedenkmal-Stiftung NRW), Frederik Göke, Armin Huber (Stiftung Natur, Heimat, Kultur) und Konrad Göke sowie die Gruppe „Heimatlos“ und die Ballettcompagnie des Musiktheaters im Revier mit dem Jazztrio VAX.
Foto: Ulla Michels
Die Maschinenhalle Pattberg wird ab dem 9. September mit einer zweiwöchigen Veranstaltungsreihe der Öffentlichkeit zugänglich gemacht

Moers..  Jahrelang hat der Repelener Konrad Göke an der Verwirklichung dieses Traumes gearbeitet, er fand Mitstreiter und Geldgeber, jetzt ist es soweit: Die Maschinenhalle Pattberg, das einzige Relikt der 1992 geschlossenen Zeche Pattberg, wird für die Öffentlichkeit wieder zugänglich. Rund um den Tag des offenen Denkmals am 11. September haben Göke und die Kulturoffensive Moers ein zweiwöchiges Programm auf die Beine gestellt. „Heimat“ spielt dabei eine zentrale Rolle, gleichzeitig dürften die Veranstaltungen weit über Repelen und Moers hinaus strahlen.

Dazu passt der Titel der Reihe: „Last Exit Moers“ haben der Regisseur, Autor und Produzent Konrad Göke und die Kulturoffensive Moers mit Blick auf die letzte Moerser Ausfahrt der A 42 gewählt, von der auswärtige Besucher die Maschinenhalle Pattberg am besten erreichen. Die Bandbreite der Veranstaltungen vom 9. bis 25. September ist riesig, sie reicht von Bergmannsliedern bis zum Jazz, vom Liedermacher bis zum Gregorianischen Chor, vom Tango bis zum Frühschoppen. „Wir wollen deutlich machen, wie unterschiedlich diese Halle klingen kann“, erläutert Konrad Göke.

Den Auftakt am 9. September machen nacheinander der Berliner Musiker Stephan Krawczyk, einst führender Kopf der DDR-Opposition, und „Kofelgschroa“, eine vierköpfige Bayern-Krautrock-Truppe aus Oberammergau. Der 10. und der 11. September beginnen mit Frühschoppen und Führungen, rund um die Halle gibt’s Picknick. Am Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals, kommt das Mercator-Ensemble mit Wiener Klassik, Music Take In spielt „Bach’s Coffee an Bauern Cantata“ und Gregorianika erfüllen die Halle mit gregorianischem Chorgesang.

Außerdem stehen u.a. auf dem Programm: Schweizer Comedy „Mann muss...“ (16. September), „Die Zigeuner sind da“ mit dem Markus-Reinhardt-Ensemble (17. September), die Schlagzeuger Günter Baby Sommer und Steffen Roth (18. September) sowie ein Tango-Workshop und -Tanzabend (24. September). Der Reigen zur „Rückkehr“ der Maschinenhalle Pattberg nach Repelen endet mit einer Reminiszenz an den Bergbau: Am 25. September singt der Chor der Bergleute die französische Nationalhymne, die Marseillaise, anlässlich des Empfangs der Delegation der Moerser Partnerstadt Maisons Alfort. Mittags tritt der Kumpel-Chor erneut an, dann zusammen mit dem Ruhrgebietsbarden Frank Baier und„Arbeiterliedern aus dem Pott“.

Das komplette Programm auf www.lastexitmoers.de

 
 

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