Traditionelles Moerser Ballonfestival steht vor dem Aus

Das Ballonfestival in Moers steht vor dem Aus.
Das Ballonfestival in Moers steht vor dem Aus.
Foto: Christoph Karl Banski
Sponsoren fehlen, schlechtes Wetter und die Einnahmequellen der Ballonfahrer sind eingeschränkt. Alternativer Vorschlag: Nachtglühen im Schlosspark.

Moers. Das Ballonfestival steht vor dem Aus. Helge Ringel, der zusammen mit anderen die Idee für das Festival hatte, sagte am Dienstag im NRZ-Gespräch: „Das Ballonfestival wird es so nicht mehr geben.“ Ob es eine Alternative gibt, ist zurzeit noch offen.

Feste Größe im Terminkalender

15 Jahre lang war das Ballonfestival im Herbst ein feste Größe im Terminkalender der Stadt. Jahr für Jahr zog es auch Besucher jenseits der Stadtgrenze an und transportierte so ein freundliches, attraktives Bild von Moers nach außen. Zusätzlich zu den Ballonstarts gab es auf dem Gelände im Freizeitpark ein buntes Rahmenprogramm, zu dem etwa auch ein Familientag zählte.

Das alles soll es in diesem Jahr so nicht mehr geben. Helge Ringel, der das Festival zusammen mit Volker Kuinke, Mike Franz und Detlef Haberkorn aus der Taufe gehoben hat, sagt: „Es ist viel Unterstützung weggebrochen, weil Sponsoren sich zurückgezogen haben.“

Enni-Sprecher Herbert Hornung teilte am Dienstag mit: „Enni kann das Sponsoring nicht dauerhaft allein übernehmen. Wir bleiben mit dem Enni-Ballon dem Ballonsport erhalten und engagieren uns sehr für die Möglichkeit, das Nachtglühen im Schlosspark zu veranstalten.“

Das Unternehmen, so Hornung, habe das Ballonfestival bereits im vergangenen Jahr allein gesponsert. Im vergangenen Jahr hatte der Dienstleister seinen 15. Geburtstag gefeiert.

Ein Nachtglühen im Schlosspark im Oktober

Mike Franz, ebenfalls ein Mann der ersten Stunde, sieht noch andere Gründe: „Das schlechte Wetter in den letzten drei Jahren hat die Starts schwierig gemacht und eine zuverlässigere Wetterlage ist nicht absehbar.“ Dass der Klimawandel mitverantwortlich für das Aus des Ballonfestivals ist, möchte Franz allerdings nicht gelten lassen.

Ein weiterer Grund liegt für ihn in einer EU-weiten Regelung, nach der Ballonfahrer kein Geld mehr für die Mitnahme von Passagieren verlangen dürften. Auch über diese Einnahmequelle hatte sich das Ballonfestival finanziert.

Ein Nachtglühen im Schlosspark im Oktober: Das hat Helge Ringel auch schon der Stadt vorgeschlagen. Zehn Teams, so die Überlegung von Ringel, könnten dabei an den Start gehen. Zu den besten Zeiten des Festivals waren 17 Teams am Start.

 
 

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