Tierquäler von Krefeld soll 17-jähriges Mädchen sein

Der Tierquäler von Krefeld ist teilgeständig - und laut Medienberichten ein Mädchen, eine 17-jährige Krefelderin. (Symbolbild)
Der Tierquäler von Krefeld ist teilgeständig - und laut Medienberichten ein Mädchen, eine 17-jährige Krefelderin. (Symbolbild)
Foto: Thinkstock
Handelt es sich bei dem Tierquäler von Krefeld um ein junges Mädchen? Verschiedene Medien berichten das, die Polizei hält sich bedeckt. Die Ermittler sprechen weiterhin nur von einer "minderjährigen Person", die nun noch verdächtigt wird, weitere Pferde gequält zu haben.

Krefeld. Bei dem Tierquäler von Krefeld soll es sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge um ein 17-jähriges Mädchen handeln. Die Ermittler wollten dies am Freitag nicht bestätigen. Man werde auch künftig lediglich von einer "minderjährigen Person" sprechen.

Nach einem Bericht der "Rheinischen Post" hat sich eine junge Krefelderin, die an einem der Tatorte gesehen worden sein soll, bei Vernehmungen in Widersprüche verstrickt.

Der oder die Verdächtige hatte ein Teilgeständnis abgelegt. Durch die Aussage hatten die Ermittler den abgetrennten Kopf von Schafbock "Piet" sichergestellt. Ein tagelang in Untersuchungshaft sitzender anderer Verdächtiger wurde daraufhin freigelassen.

Kopfhaut des Ponys in der Garageneinfahrt

Der Tierquäler hatte unter anderem einen bei Kindern beliebten Mitmach-Bauernhof in Krefeld heimgesucht und dort Schafbock "Piet" geköpft.

Auch einem Zwergpony trennte er den Kopf ab. Kopfhaut und Ohren des Ponys hatte er Anwohnern in eine Garageneinfahrt gelegt.

Mit seinen Taten hatte sich der Tierquäler in Bekennerbriefen gebrüstet, die mit "Euer Tierquäler" gezeichnet waren.

Die Polizei geht davon aus, dass der Täter oder die Täterin auch zwei Pferde auf einer Weide durch Stiche verletzt hat. Der oder die minderjährige Verdächtige ist auf freiem Fuß. Die Ermittler gehen davon aus, dass von der Person derzeit keine weitere Gefahr für Tiere ausgeht. "Städtische Dienststellen" seien unterrichtet.

Weitere Details zur Tierquälerei am Dienstag

Die Ermittler werten derzeit noch Spuren der Tatorte im Labor aus. Die Polizei Krefeld kündigte für den kommenden Dienstag (25.06.) eine Pressekonferenz an.

Die Tatserie hatte auch Experten alarmiert. Tierquälereien gelten als Anzeichen für eine sadistische Persönlichkeit, es können aber auch andere Ursachen dahinter stecken. Bei kleineren Kindern steckt oft lediglich eine Verzögerung der emotionalen Entwicklung dahinter.

Mädchen und Frauen werden vergleichsweise selten zu Täterinnen. Bei ihnen vermutet die Forschung als Ursache eher eine traumatische Störung als einen sadistischen Antrieb. (we/dpa)