Tierheim muss in andere Hände

Foto: Heiko Kempken

Moers.  Um das Fazit dieser Analyse gleich vorweg zu nehmen, so bitter das für alle rechtschaffenen Tierschützer in Moers und Umgebung ist: Das Kreisveterinäramt sollte das Tierheim besser heute als morgen schließen, die Städte sollten die Verträge mit dem Tierschutzverein kündigen. Dieser Verein hat sich über Jahre als ungeeignet erwiesen, mit Steuergeldern ein Tierheim zu betreiben. Jeder Euro, der noch in diese Einrichtung fließt, ist die reine Steuerverschwendung.

Bereits am 20. Juni 2012 drohte das Kreisveterinäramt mit der Entziehung der Betriebserlaubnis. Es wird Zeit, dies endlich zu tun. Schon damals nannte das Amt als Grund „die nicht unerheblichen Differenzen unter mehreren Personen des für die Tierpflege in Ihrem Tierheim verantwortlichen Personals“. Ganz offensichtlich hat sich nichts in den letzten zwei Jahren geändert.

Mitglieder haben beste Motive

Um es klar zu stellen: Es geht hier nicht um diejenigen, die um des Tierschutzes Willen in diesen Verein eingetreten sind. Deren Motive sind, waren und bleiben ehrenhaft. Vielmehr erwies sich die Konstruktion, das Tierheim durch den Tierschutzverein betreiben zu lassen, als völliger Fehlgriff; bezeichnend ist die Tatsache, dass der Vorstand, der Mitarbeitern gegenüber weisungsbefugt ist, von diesen Mitarbeitern gewählt wird – oder eben auch nicht.

Wenn die Mitglieder tolerieren, dass hinter den Kulissen jahrelang ein Kampf tobt, man sich in Mails oder auf Versammlungen beleidigt, dann ist das ihre Sache. Aber der Tierschutzverein stand schon kurz vor der Abwicklung durchs Registergericht; ein Notvorstand hatte seine liebe Mühe, den Verein in ruhigeres Fahrwasser zu bringen.

Hat sich seither etwas geändert? Nein. Ein Schlussstrich ist fällig. Der Kreis muss unter Beteiligung der Städte eine Auffangstation einrichten. Der Tierschutzverein mag sich andere Spielwiesen suchen.

 
 

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